Herkulesstaude ist Problem

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Zur jährlichen Bachbegehung mit Auflistung der im Bach- und Uferbereich angefallenen Schäden trafen sich am Montagmorgen Mitglieder des Wasser- und Bodenverbandes Rönsahl.

Rönsahl - Zur alljährlich im Frühjahr anstehenden Bachbegehung und damit gleichzeitig auch ihrem ersten Außentermin in diesem Jahr trafen sich am Montagmorgen Mitglieder des Wasser- und Bodenverbandes Rönsahl. Mit von der Partie waren auch Vertreter der Unteren Wasserbehörde beim Märkischen Kreis sowie der Stadt Kierspe.

Die Begutachtung des Zustandes der im Gebiet der ehemaligen Gemeinde Rönsahl vorhandenen Bachläufe und Teichanlagen gehört zum Aufgabenbereich der ehrenamtlich tätigen Verbandsmitglieder. Die Experten unter Führung von Verbandsvorsteher Thomas Hedfeld begutachteten diesmal den Rönsahlbach. Ihr Weg führte dabei zunächst in den Bereich von der Stadestraße bis zum Spielplatz an der Meienbornstraße.

Dort wurden Möglichkeiten im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau dieses Spielplatzes unter Einbeziehung eines Teilbereiches des Baches erörtert. Später nahmen sie einen Teil des Ölmühler Baches in Richtung Bürhausen-Becke sowie des Haarhauser Baches unter die Lupe.

Bachläufe und Uferzonen im Blick

Das besondere Augenmerk der „Wassermänner“, wie die Verbandsmitglieder scherzhaft genannt werden, galt dabei in erster Linie der Begutachtung von Bachläufen und Uferzonen. Dabei ging es darum, durch winterliches Hochwasser entstandene Schäden im Uferbereich aufzulisten sowie den Istzustand von Zu- und Abflussanlagen im Bachbereich und die Termine für eventuell notwendige Korrekturen festzulegen.

Anhand von Kartenmaterial besprachen die „Wassermänner“ auch verschiedene Möglichkeiten zur eventuell möglichen Renaturierung von Teilbereichen im Bachbereich.

Ein besonderes Augenmerk galt dabei einem weiteren Problem, dem sich der Wasser- und Bodenverband bereits seit einigen Jahren mit Intensität und mit inzwischen auch sichtbarem Erfolg widmet. Gemeint ist die Bekämpfung der in manchen heimischen Bereichen inzwischen überhand nehmenden Herkulesstaude, im Volksmund auch unter der Bezeichnung Riesenbärenklau bekannt. Auch bei dieser Gelegenheit wurde darauf hingewiesen, dass die Herkulesstaude in der Blütezeit zwar bei den Imkern als willkommene Bienenweide gilt und deshalb dort nicht gänzlich unbeliebt ist.  

Biologische Bekämpfung

Diese Gründe führten dazu, dass sich die Landwirte und die Mitglieder des Wasserverbandes nun schon seit einigen Jahren intensiv mit der biologischen Bekämpfung der Herkulesstaude befassen. Die besten Erfolgsaussichten sind dabei gegeben, wenn dies im Frühjahr und noch vor dem Aufbrechen der Blütenkolben erfolgt. Allerdings ist der Austrieb der robusten Staude infolge der langen Frostperiode derzeit noch hinter dem ansonsten üblichen Vegetationsstand zurückgeblieben.

Menschen sollten Staude meiden

Die Herkulesstaude oder auch Riesenbärenklau genannt ist in unserer Region eigentlich nicht heimisch. Wenn diese Pflanze einmal Fuß gefasst hat, ist deren Bekämpfung nur noch schwer und mit entsprechendem Aufwand möglich. Gerade in feuchten Wiesentälern und hier vorzugsweise in der Nähe von Bachläufen siedelt sich die Herkulesstaude an und verbreitet sich dann rasant. Der Riesenbärenklau bringt mehr Nach- als Vorteile mit sich, kann im Nu ganze Wiesentäler in Beschlag nehmen, dabei andere Kulturpflanzen verdrängen und vor allem bei schon leichter Berührung empfindliche Verbrennungen der Haut auslösen. Deshalb sollte die Pflanze von den Menschen unbedingt gemieden werden.

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