Awo-Sozialstation schließt Qualitätsprüfung mit 1,4 ab

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Die Mitarbeiterinnen der Awo-Sozialstation sind zufrieden mit dem Ergebnis der Qualitätsprüfung. ▪

KIERSPE ▪ Mit „sehr gut“ schnitt die Awo-Sozialstation bei der Qualitätsprüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) ab. Im vergangenen Jahr noch mit einer 2,3 benotet, lag der ambulante Pflegedienst in diesem Jahr mit einer 1,4 deutlich über dem Landesdurchschnitt (1,6). Dennoch – es geht noch besser, das weiß auch Pflegedienstleiterin Heike Böseler.

„In der Dokumentation haben wir noch Defizite, aber wirklich entscheidend ist für uns das, was die Patienten sagen und auf das Ergebnis konnten wir wirklich stolz sein“, sagt Böseler. In der Rubrik „Befragung der Kunden“ wurde die Sozialstation mit einer 1,0 benotet. Insgesamt werden 81 Personen vom ambulanten Pflegedienst der Awo betreut. Fünf pflegebedürftige Personen wurden im April von den MDK-Prüfern zum Service und zum Angebot der Einrichtung befragt. Ebenfalls eine 1,0 gab es im Bereich „Dienstleistungen und Organisation“.

„Wir konnten uns überhaupt nicht auf die Prüfung vorbereitet. Die Einrichtungsleiter erfahren erst wenige Stunden vorher, dass eine Qualitätsprüfung stattfindet“, erläutert die Leiterin das Prinzip. Nach der Prüfung im April hieß es warten. Bis die endgültigen Noten bekannt gegeben wurden. „Wir hatten nach der letzten Prüfung einiges verändert, insbesondere im Bereich der Dokumentation. Jetzt sind wir froh, so gut abgeschnitten zu haben. Aber Verbesserungspotentiale gibt es immer“, so Böseler. Eine Stunde am Tag wenden die Mitarbeiterinnen für die Dokumentation auf. Hier muss genau festgehalten werden, welcher Patient, welche Leistungen und welche Tabletten (mit Inhaltsstoffen) bekommt. Ebenfalls dokumentiert werden müssen ärztliche Verordnungen – so zum Beispiel, wenn der Pflegedienst drei Mal am Tag eine Insulinspritze verabreichen muss. „Problematisch ist das Ganze dann, wenn der Arzt anordnet, dass wir drei Mal kommen sollen und die Krankenkasse sagt, nur zweimal. Zwischen diesen Beschlüssen liegt viel Zeit und das fehlte in einigen Dokumentationen. Umso ärgerlicher, dass dieser Bereich sich in den Noten rund um die pflegerischen Leistungen widerspiegelt“, bemängelt Böseler. Denn nur aus diesem Grund habe die Awo-Sozialstation dort mit einem „gut“ statt einem „sehr gut“ abgeschnitten. Die Note für die tatsächliche pflegerische Leistung sei dadurch verfälscht. ▪ lm

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