Awo-Seniorenzentrum öffnet nach Covid-19-Erkrankungen am Dienstag wieder

Coronavirus: Seniorenheim beklagt zwei Todesfälle

Bevor die Besucher zu den Bewohnern des Awo-Seniorenzentrums dürfen, müssen sie in dieser Woche einen Schnelltest machen. Ab der kommenden Woche soll der Test dann wieder freiwillig sein.
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Bevor die Besucher zu den Bewohnern des Awo-Seniorenzentrums dürfen, müssen sie in dieser Woche einen Schnelltest machen. Ab der kommenden Woche soll der Test dann wieder freiwillig sein.

Kierspe – Am Dienstag endet eine harte Zeit für die Bewohner des Awo-Seniorenzentrums in Kierspe. Covid-19-Erkrankungen und -Infektionen war für eine Schließung der Einrichtung am Haunerbusch, viele Infizierte, zahlreiche Erkrankte und auch zwei Tote verantwortlich. Nun ist das Heim aber wieder auf dem Weg in die Normalität, die die Corona-Pandemie ermöglicht.

Statt sich auf Weihnachten vorzubereiten, mussten die Mitarbeiter des Heims die Infektionswelle im eigenen Haus eindämmen. „Es hat bei den Bewohnern relativ wenige schwere Verläufe gegeben, weniger als bei den Mitarbeitern“, berichtet Zentrumsleiter Michael Borchert im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung.

Ich sehne die Impfung persönlich herbei, ein Großteil unserer Bewohner und Mitarbeiter wird sie aber nicht mehr benötigen, da man von einer Immunität ausgehet, jedenfalls für eine gewisse Zeit, wenn man bereits infiziert war.

Michael Borchert, Leiter des Awo-Seniorenzentrums

Die Ursache sieht er darin, dass es gelungen sei, die Bewohner durch entsprechende Schutzmaßnahmen vor einer hohen Viruslast zu schützen, was dazu geführt habe, dass es zwar 45 Infizierte in dieser Gruppe gab, aber eben nur wenige schwere Verläufe.

Das ist aber für die Angehörigen von zwei Bewohnern, die an dem Virus gestorben sind, sicher nur wenig tröstlich. Borchert: „Die beiden Verstorbenen hatten schwere und zahlreiche Vorerkrankungen.“ Doch damit möchte er nicht davon ablenken, dass das Virus seinen Anteil am tödlichen Ausgang der Erkrankung gehabt habe.

Er selbst, so Borchert, habe sich nicht infiziert, sei aber zeitweise mit zwei übereinandergetragenen FFP2-Schutzmasken und Taucherbrille im Haus unterwegs gewesen.

Solche extremen Vorsichtsmaßnahmen bleiben den Besuchern, die ab dem heutigen Dienstag wieder ins Haus dürfen, erspart. Aber ohne entsprechende Maske und vor allem ohne einen Schnelltest ist derzeit kein Besuch möglich.

Normalerweise ist der Test freiwillig und wird auch nur zu bestimmten Terminen angeboten. Doch in dieser Woche werden wir nur Menschen ins Haus lassen, die ein negatives Ergebnis auf unseren Tests nachweisen können.

Michael Borchert, Leiter des Awo-Seniorenzentrums

„Normalerweise ist der Test freiwillig und wird auch nur zu bestimmten Terminen angeboten. Doch in dieser Woche werden wir nur Menschen ins Haus lassen, die ein negatives Ergebnis mit unseren Tests nachweisen können. Denn ich rechne mit einem verstärkten Besuchsaufkommen, da wir ja nun zwei Wochen komplett geschlossen waren“, sagt Borchert.

Besuche seien auch über die Weihnachtsfeiertage möglich. In den kommenden Wochen wolle man dann wieder zu den freiwilligen Tests zurückkehren, da man nicht das Personal habe, um zu jeder Zeit Besucher zu testen. „Wir werden aber Termine anbieten, an denen wir testen, die auch von Berufstätigen in Anspruch genommen werden können“, verspricht der Einrichtungsleiter.

Auf die zukünftig zur Verfügung stehenden Impfmöglichkeiten angesprochen, ist die Antwort von Borchert klar: „Ich sehne die Impfung persönlich herbei, ein Großteil unserer Bewohner und Mitarbeiter wird sie aber nicht mehr benötigen, da man von einer Immunität ausgehet, jedenfalls für eine gewisse Zeit, wenn man bereits infiziert war.“ Und das waren im Awo-Seniorenzentrum am Haunerbusch neben den genannten 45 Bewohnern auch 25 Mitarbeiter.

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