Autofreies Volmetal: Märkischer Kreis zieht positive Bilanz

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Bei bestem Sommerwetter gingen Tausende Radler auf die für Autos gesperrte Strecke zwischen Meinerzhagen und Schalksmühle.

Vometal - Der Märkische Kreis zieht nach dem Autofreien Volmetal trotz zurückgegangener Besucherzahl eine positive Bilanz.

„Trotz der zum Teil unerträglichen Temperaturen muss man sagen, dass es weitestgehend reibungslos über die Bühne gegangen ist“, bilanziert Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper, die sich ausdrücklich bei allen Beteiligten und allen Gästen bedankt. Aus Sicht des Kreises sei es eine sehr gelungene Veranstaltung gewesen. „Ich habe überall in gut gelaunte Gesichter geschaut, die allerdings verzweifelt nach etwas Schatten suchten.“

Die Zahl der Rettungseinsätze sei niedriger gewesen als in den Vorjahren, das habe man angesichts der Hitze nicht erwarten können. Laut Kreissprecher Hendrik Klein hätten zehn Personen mit Pflastern versorgt und sieben wegen Kreislaufproblemen ins Krankenhaus gebracht werden müssen. „Das ist für so eine Veranstaltung eigentlich wenig“, so Klein.

Für die vielen Helfer auf und an der Strecke sei die Hitze auch eine große Belastung gewesen, erklärt Dienstel-Kümper. „Wir haben mehrfach Mineralwasser nachliefern müssen, damit die Helfer nicht dehydrierten.“

Die Erwartung, dass nicht jedes Grad mehr auch mehr Besucher bedeute, habe sich dabei bewahrheitet. „Ab einer bestimmten Temperatur kann man da mit den Freibädern nicht mehr mithalten“, sagt Dienstel-Kümper. So erkläre sich auch der Rückgang der Besucherzahl von etwa 22 000 vor zwei Jahren auf nun 15 000.

Angesichts der hohen Besucherzahl und Temperaturen von bis zu 34 Grad spricht auch Polizeihauptkommissar Dietmar Boronowski, Sprecher der Kreispolizeibehörde, von einer unproblematischen Veranstaltung mit lediglich 15 Einsätzen. So habe sich ein Händchen haltendes Radlerpaar bei einem Sturz verletzt, außerdem wurden zwei Fundkinder wieder zu ihren Eltern gebracht. Zwei Einsätze gab es wegen Krädern auf der gesperrten Strecke, sechsmal wurden die Beamten wegen uneinsichtiger Bürger an den Absperrungen gerufen. Des Weiteren gab es drei Hilfeersuchen an die Polizei und eine verdächtige Person wurde überprüft. „Es war ein völlig friedlicher, toller, wiederholbarer Einsatz“, sagt Boronowski.

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Eine sechste Auflage im übernächsten Jahr kann sich auch Kreisdirektorin Dienstel-Kümper vorstellen. Die Rückmeldungen aus den Kommunen seien positiv und auch die Bevölkerung beschwere sich nicht mehr über die Sperrung. Vorm ersten Autofreien Volmetal 2012 hätten einige die Sperrung der B 54 noch als Entmündigung und Schnapsidee bezeichnet, erinnert sich Dienstel-Kümper: „Ich freue mich, dass wir diesmal im Vorfeld keine negativen Kommentare über die Sperrung bekommen haben.“ Eine Entscheidung über ein nächstes Autofreies Volmetal falle zum Jahreswechsel 2020/21. Man wisse noch nicht, was bis dahin an gesetzlichen Regelungen für Außenveranstaltungen hinzukomme. Auch rund 200 freiwillige Helfer für eine solche Veranstaltung zusammenzubekommen, sei keine leichte Aufgabe.

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