„Wildparker“ sorgen für Chaos an der Gesamtschule

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Fast täglich kommt es auf der Otto-Ruhe-Straße zu Verkehrsstaus. Viele Eltern lassen ihre Kinder direkt an der Gesamtschule raus und ignorieren dabei das strikte Halteverbot. Die ankommenden Busse haben dann keinen Platz mehr.

Kierspe - Mehrere Schilder weisen auf das absolute Halteverbot entlang der Otto-Ruhe-Straße an der Gesamtschule hin. Die entsprechenden Bereiche sind zudem mit Zickzacklinien gekennzeichnet. Dennoch beobachtet der stellvertretende Schulleiter Stefan Müller fast jeden Tag Autofahrer, die dort mit ihrem Fahrzeug halten oder sogar auf dem Hof der Schule parken. Besonders morgens – kurz bevor die Schulglocke läutet – ist es dort mit dem Autoverkehr kritisch.

Von Martin Meyer

„Viele Eltern halten an der Bushaltestelle, um ihre Kinder aus dem Auto zu lassen. Doch morgens um 8 Uhr kommen dort fünf Busse an und dann gibt es Stau“, schildert Stefan Müller die morgentliche Situation vor seiner Schule. Selbst das kurze Parken auf dem rund 15 Meter langen Seitenstreifen ist ordnungswidrig und kann mit einem Bußgeld bestraft werden. Doch dieses „Kavaliersdelikt“ birgt auch Gefahren: Direkt hinter diesem Bereich befindet sich eine Einmündung und ein Rettungsweg. Außerdem dient der Seitenstreifen bei Gegenverkehr als Ausweichmöglichkeit.

Das Problem ist für die Verantwortlichen der Schule nicht neu. Schon in der Vergangenheit ist man auf die „Haltesünder“ zugegangen. „Wir versuchen durch Aktionen die Eltern auf die Gefahren hinzuweisen. Einige haben sich dabei einsichtig gezeigt, aber nicht alle. Insgesamt hat sich die Situation schon verbessert. Es gibt aber immer noch Eltern, die bis zur Schule durchfahren“, sagt Müller. Dabei wäre das Verkehrschaos vor der Schule einfach zu vermeiden – hinter dem Halteverbotsbereich ist das Halten sogar erlaubt. Der stellvertretende Schulleiter weist die Eltern darauf hin, dass sie ihre Kinder dort oder oben an der Hauptstraße, an der Volksbank sowie auf dem Lehrerparkplatz herauslassen können. Es wäre kein Aufwand, zehn Meter weiter zu fahren, um ein sicheres Aussteigen der Kinder zu ermöglichen.

Ein Schild mit einem großen roten Kreis auf weißem Grund signalisiert vor der Rettungseinfahrt eine weitere Verkehrsregelung auf der Otto-Ruhe-Straße. Das Einfahren auf dem Schulhof mit Fahrzeugen ist montags bis freitags von 7.30 bis 16.30 Uhr strengstens verboten. Lediglich Schüler dürfen in einem kleinen Bereich auf dem oberen Schulhof ihre Roller abstellen. Das wird von der Schule und dem Ordnungsamt geduldet, da sonst der angrenzende Lehrerparkplatz überfüllt wäre. Zudem nehmen die Zweiräder nur wenig Platz auf dem Schulhof ein, so dass die jüngeren Schüler dort weiterhin ungestört spielen können.

Dennoch parken immer wieder Autos auf dem Rollerparkplatz der Schule. So nutzen häufig Besucher der anliegenden Arztpraxis das Gelände als Parkmöglichkeit, wie Stefan Müller beobachten konnte. Dabei missachten die Autofahrer aber, dass das Einfahren auf den Schulhof eine Gefährdung für die Schüler darstellt. „Für die Kinder ist das ein großes Riskio. Vor allem im Winter in der Dunkelheit können sie dort leicht übersehen werden“, macht der Konrektor deutlich. Zudem versperren die abgestellten Autos wichtige Rettungswege zur Schule. Auch hier arbeite man daran, die Situation zusammen mit dem Ordnungsamt zu entschärfen, erklärt Müller und appeliert dabei an die Autofahrer, mit dafür zu sorgen, die Sicherheit der Kinder auf und vor dem Schulhof sicher zu stellen.

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