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Schwerer Unfall im MK: Auto kracht in Brückengeländer - Hubschrauber im Einsatz

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Von: Jan Schmitz, Markus Klümper

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Der VW Golf krachte in ein Brückengeländer.
Der VW Golf krachte in ein Brückengeländer. © Markus Klümper

Zu einem schweren Alleinunfall kam es am Nachmittag in Kierspe. Ein Auto krachte gegen ein Brückengeländer. Der Rettungshubschrauber wurde angefordert.

Die Polizei-Leitstelle bestätigte am Nachmittag einen Alleinunfall auf der Padbergstraße in Kierspe. Nach ersten Informationen verlor der Fahrer kurz vor dem Ortseingang aus bislang ungeklärter Ursache die Kontrolle über einen alten VW Golf und krachte in ein Brückengeländer. Er zog sich schwerste Verletzungen zu. Nach Einschätzung des Notarztes bestand Lebensgefahr.

Der Notruf ging um 15.58 Uhr ein. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen an, Rettungsdienst und Notarzt waren vor Ort. Der junge Mann wurde von Ersthelfern aus dem Wrack befreit. Ein Rettungshubschrauber brachte ihn in eine Siegener Fachklinik.

Die Einsatzstelle an der Padbergstraße in Kierspe. Im Hintergrund ist der Rettungshubschrauber zu sehen.
Die Einsatzstelle an der Padbergstraße in Kierspe. Im Hintergrund ist der Rettungshubschrauber zu sehen. © Markus Klümper

Der Unfallhergang wirft viele Fragen auf. Fest steht bislang, dass der 17-jährige mit dem alten VW Golf in Richtung Kierspe unterwegs war, und kurz vor einer Brücke nach rechts von der Straße abkommt. Bei der Kollision bohrt sich das Brückengeländer in die Front des Wagens. Airbags hat das Auto, dass mindestens 30 Jahre alt ist, nicht. Ein Kennzeichen allerdings auch nicht: Nach ersten Ermittlungen war der Golf nicht zugelassen.

Aufgrund der schweren Verletzungen und der Begleitumstände wurde ein Verkehrsunfall-Team der Dortmunder Polizei angefordert. Die Spezialisten dokumentieren die Unfallstelle sehr umfangreich. Dazu blieb die Padbergstraße auch nach dem Rettungseinsatz für mehrere Stunden voll gesperrt. Die Situation an der Einsatzstelle war für Angehörige und Helfer sehr belastend, weshalb mehrere Notfallseelsorger vor Ort waren.

Die Feuerwehr wurde mit dem Einsatzstichwort „TH1, eingeklemmte Person“ alarmiert. Vor ihrem Eintreffen hatten aber bereits couragierte Ersthelfer den Fahrer aus dem Auto befreit. Daher konnten sich die 21 Kräfte des Löschzug 1 auf die Absicherung der Einsatzstelle konzentrieren. Da auch Betriebsflüssigkeiten ausgelaufen waren, wurde in dem Kerspe-Bach unter der Brücke eine Ölsperre gesetzt.

Die Polizei ermittelt, wie es zu dem Unglück gekommen war. Das völlig zerstörte Auto wurde sichergestellt. Ein Sachverständiger wird das Wrack auf mögliche technische Defekte untersuchen, die bei dem tragischen Fahrmanöver eine Rolle gespielt haben könnten.

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