Tina Boldt kocht sich auf Platz zwei

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Seit fast drei Jahren ist für Tina Boldt die Küche des „Hauses Berkenbaum“ in Kierspe ihr täglicher Arbeitsplatz.

Kierspe - Internationale Kochkunst stellte Tina Boldt, Koch-Auszubildende im dritten Lehrjahr im Kiersper Restaurant „Haus Berkenbaum“, unter Beweis: Beim Mottowettbewerb „Hier kocht Europa“ ihres Käthe-Kollwitz-Berufskollegs in Hagen belegte sie den zweiten Platz.

„Eigentlich habe ich an dem Wettbewerb lediglich als gute Prüfungsvorbereitung teilgenommen. Aber dann habe ich mich natürlich gefreut, als ich Zweite geworden bin“, sagt die 20-Jährige. Die Teilnehmer mussten einer Jury, bestehend aus Köchen und Ausbildern der Hagener Berufsschule, beweisen, dass sie sich mit den landestypischen Produkten der sechs Länder Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Ungarn und Deutschland auskennen. Im Warenkorb lagen deshalb Produkte wie der Rücken vom Mangalicaschwein, Rentierschinken, Jakobsmuscheln, Schwarzwurzeln oder Stielmus.

Boldt und ihre Wettbewerbsmitstreiter hatten fünf Stunden Zeit, um ein Drei-Gänge-Menü zuzubereiten. Die Kiersper Auszubildende, die in Meinerzhagen lebt, servierte den Jurymitgliedern als Vorspeise zunächst gedünsteten Kabeljau mit Safranschaum und Mangoldrisotto und dazu gebratene Jakobsmuscheln. Als Hauptgang folgte ein Schweinerücken in Bärlauchkruste mit Estragonsauce, Herzoginkartoffeln, glasierten Möhren, Stielmus und Schwarzwurzel. Zum Dessert kreierte die 20-Jährige ein Apfelcrumble mit Vanillesauce.

Das Besondere: Nur zwei Hände statt acht

„Bei uns im Restaurant arbeiten bis zu acht Hände an einem Teller, bevor er den Gast erreicht. Hier musste ich vom Kochen über das Anrichten bis zum Reinigen des Tellers alles alleine machen. Das war das wirklich Besondere an diesem Wettbewerb“, erzählt Boldt, die als einzige weibliche Auszubildende teilnahm.

„Der Wettbewerb hat Tina wirklich eine Menge gebracht. Sie kocht seitdem auch bei uns noch besser und selbstständiger“, sagt Stefanie Pieper, Küchenchefin im „Haus Berkenbaum“. Diese neu hinzugewonnenen Qualitäten will Boldt ab Ende dieses Monats nun auch bei ihren Abschlussprüfungen unter Beweis stellen. Wie es danach als dann ausgelernte Köchin beruflich weitergehen soll, hat die 20-Jährige bereits genau im Blick: „Ich möchte zunächst weg vom À-la-carte-Geschäft und gerne den Cateringbereich kennenlernen.“

Dieses Vorhaben kann Küchenchefin Pieper nur unterstützen: „Für jeden Koch ist es in den ersten Jahren wichtig, viele verschiedene Betriebe kennenzulernen. Überall wird anders gearbeitet und man kann für sich das jeweils Beste mitnehmen.“ - wm

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