Broschüre lädt ein zum Besuch des Bakelit-Museums

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Das Bakelitmuseum Kierspe ist immer einen Besuch wert.

Kierspe - Das kleine Bakelitmuseum im Alten Amtshaus in Kierspe hat einen guten Ruf, dies zeigte die Abendführung, welche der Heimatverein in Kooperation mit der Volkshochschule Volmetal Ende des vergangenen Monats durchführte.

Dass sich ein Besuch – dies ist mittwochs von 15 bis 18 Uhr möglich – lohnt, verdeutlicht die druckfrische Broschüre „Das Bakelit-Museum in Kierspe“.

Unter dem Oberbegriff „Wasser – Eisen – Land – Industriekultur in Südwestfalen“ wurde das 28-seitige Heftchen von der NRW-Stiftung Natur – Heimat – Kultur gefördert. Der erste stellvertretende Vorsitzende des Kiersper Heimatvereins, Peter Heins, hat für die informativen Texte sowie das Titelbild der Broschüre verantwortlich gezeichnet. Der Grund, verstärkt in die Öffentlichkeit zu gehen, erläutert Peter Heins, sei eine Spende von Gegenständen gewesen, die keine Schalter oder Steckdosen waren und bei denen nicht nur schwarzes Bakelit, sondern auch hellere Farben verwendet wurden.

Auf der einen Seite war es die Volkshochschule in Person ihrer Leiterin Marion Görnig, die sich für die Abendführung starkmachte. Andererseits gab es die Förderung von der NRW-Stiftung und zudem auch Unterstützung von Dr. Susanne Conzen von den Lüdenscheider Museen. 

Die Broschüre enthält kurze Texte über die Industrie- und Designgeschichte in Südwestfalen, „Bakelit – das Material der 1000 Möglichkeiten“ und schließlich eine Vielzahl von Fotos mit den besonderen und außergewöhnlichen Stücken, die im Museum bestaunt werden können. Wer sich für ein besonderes Stück Industriegeschichte in Kierspe interessiert und sich vor dem Besuch des Alten Amtshauses an der Friedrich-Ebert-Straße 380 sozusagen zunächst Appetit auf die Bakelit-Gegenstände verschaffen will, sollte sich die Broschüre besorgen, die es im Rathaus, in der Sparkasse und in der VHS-Geschäftsstelle gibt.

Zu den ungewöhnlichen Bakelit-Produkten, die in dem Heftchen gezeigt werden, gehören die JUMO-Lampe, eine Tischleuchte mit Glaskugel und eine Taschenlampe mit Dynamo. Neben dem Gedenkteller „1000 Jahre Kierspe“ sowie der dazugehörenden Pressform gibt es aber ebenso Aschenbecher, Schuhanzieher, Geldwechselschale, Salz- und Pfefferstreuer, Obst- und anderen Schalen, Kaffeemühle, Tischwaage und Tabakdose.

Älteren dürften außerdem das (schwarze) Tischtelefon mit Wählscheibe, das Kofferradio „ERRES“, die Schreibmaschine oder vielleicht auch die verschiedenen handbetriebenen Ventilatoren bekannt sein und Erinnerungen an alte Zeiten wach werden lassen. Und der Eintritt ins Bakelit-Museum, das laut Broschüre an der „Eisenstraße Südwestfalen“ liegt, ist frei. Hinzu kommt, dass die Mitglieder des Heimatvereins eine Menge über das Thema „Bakelit“ erzählen können.

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