Wasser, Sommer und Menschen aus der Region

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Christiane Rößler aus Halver, die mit ihrer Arbeit ein Portrait von Jemal Ell Alli zeigt. - Fotos: Becker

Kierspe - Mit der Eröffnung der Ausstellung „Künstler im Dialog“ am Freitag startet auch das Festival Lampenfieber, auf das Kulturschaffende, Verwaltungsmitarbeiter, Ehrenamtliche und Kulturmanager David Babin lange hingearbeitet haben. Gestern wurden noch Kunstwerke in Position gebracht, damit diese im günstigen Licht erscheinen.

Von Johannes Becker

Dort wo heute die Skulpturen Berliner Künstler stehen, wurden früher Dinge des täglichen Bedarfs verkauft. Jetzt erinnert nur noch der alte Fliesenboden an den ursprünglichen Zweck der Ausstellungshalle an der Kölner Straße. „Für uns ist dieser Raum ideal, denn als ehemaliger Supermarkt finden sich keine störenden Trennwände und die Außenwände bieten so viel Platz, dass auch großformatigere Bilder gehängt werden können“, freut sich Kulturmanager David Babin.

„Künstler im Dialog“ nennt sich die Ausstellung, die am Freitag eröffnet wird und 12 Künstlern aus der Region und von außerhalb Raum bietet, ihre Arbeiten zu präsentieren. Diese haben fast alle Bezug zu dem Untertitel „Wasser, Sommer, Menschen der Region“. Da finden sich beispielsweise Bilder von Claudia Ackermann, auf denen sich das Wasser wortwörtlich wiederfindet, aber auch eine Installation, die die Talsperren der Region verbildlicht – und gleich gegenüber neun „starke Frauen aus der Region“, die ihrer Reihe „Weibsbilder“ entstammen.

Die Beziehung zum Wasser haben die ausstellenden Künstler, die dieses Teilthema gewählt haben, ganz unterschiedlich dargestellt.

Christiane Rößler aus Halver zeigt neben weiteren Arbeiten ein ausdrucksstarkes Portrait des aus Syrien stammenden Halveraners Jemal Ell Alli. Dabei gelingt es ihr einen Bezug zu der Bürgerkriegssituation in dem arabischen Land zu schaffen, ohne ins Kitschige abzugleiten.

Rößler ist auch eine jener Künstlerinnen, die ihre Kontakte zu Kunstschaffenden von außerhalb nutzte, um diese für die Ausstellung zu begeistern. So ist auf ihre Vermittlung hin der Professor für Bildhauerei Bernd Wilde aus Berlin mit einer großformatigen Holzarbeit vertreten. Friedrich Prosdorf, der ebenfalls in Berlin Kunst lehrt, zeigt eine seiner Skulpturen. Desweiteren stellen aus: Antek, Sonja Eschefeld, Manfred Fürth, Ulrich Kett, Annette Kögel, Sabine Kramer, Salvador Morales-Arrizabalaga, Thomas Ohm, Christian Sauvé und Karin Schloten-Walther.

Los geht es am Freitag, 29. August, um 18 Uhr mit der öffentlichen Ausstellungseröffnung. Am Samstag, 30. August, findet im Kreativquartier an der Kölner Straße 65 ein Künstlerfrühstück statt, in dem der Dialog zwischen den Künstlern – aber auch mit dem Publikum – intensiviert werden soll.

Die Ausstellung ist samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet, außerhalb dieser Öffnungszeiten besteht die Möglichkeit der Besichtigung für Gruppen nach Anmeldung. Dieses Wochenende ist der Eintritt frei, danach werden 2 Euro, ermäßigt 1 Euro, verlangt.

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