Ästhetik der Ruinen im Pulvermuseum

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Mit der Kamera auf Entdeckungsreise waren die Heimatfreunde Ellen Becker, Thomas Böhnke, Regina und Karl-Friedrich Marcus sowie Uwe Schädlich (fehlt auf dem Foto).

Ohl - Im dicken Buch der Orts- und Heimatgeschichte blätterten etliche Heimatfreunde anlässlich der Eröffnung einer Dauerausstellung mit dem Thema „Die Ästhetik der Ruinen“, die in den Räumen des Schwarzpulvermuseums an der Sauerlandstraße im Ortsteil Wipperfürth-Ohl (ehemalige Villa Buchholz) eröffnet wurde und dort nun bis einschließlich 31. Dezember zu sehen sein wird.

Der Heimat- und Geschichtsverein (HGV) Wipperfürth als Träger der Einrichtung setzt damit in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Geschichte in Rönsahl die Reihe von unterschiedlichen Bilderausstellungen mit jeweils wechselnden Schwerpunktthemen zur Geschichte der Pulvermühlen-Industrie im rheinisch-westfälischen Grenzraum fort.

Im Rahmen seiner Worte zur Ausstellungseröffnung kam HGV-Vorsitzender Erich Kahl kurz auf das wissenschaftliche Interesse an der Aufarbeitung der Geschichte der Pulverindustrie zu sprechen, die über einen langen Zeitraum die wirtschaftliche und gesellschaftspolitische Entwicklung unserer engeren Heimat und weit darüber hinaus maßgeblich mitgeprägt habe.

Dieses Ziel hatten auch die Heimatfreunde Ellen Becker, Regina und Karl-Friedrich Marcus, Thomas Böhnke und Uwe Schädlich aus Rönsahl vor Augen, als sie sich im vergangenen Winterhalbjahr mit der Kamera auf Spurensuche in die heimischen Wälder begaben.

Bei ihren gezielten Streifzügen auf den Spuren der Pulvermühlen wurden die Heimatfreunde an zum Teil sehr versteckten Stellen fündig. Mal erinnerten scheinbar zufällig am Wegesrand liegende Bruchsteine, ein anderes Mal von allerlei Gehölz überwucherte Mauerreste oder Erdlöcher, dann wiederum kunstvoll und zu einer Brücke über einen Wasserlauf zusammengefügte Steine oder deutlich erkennbare Fragmente ehemaliger Pulvermühlen an die lange zurückliegende Wirtschaftsepoche, die im Jahre 1932 mit dem Abriss der letzten Pulvermühlen endete.

Wipperfürths Bürgermeister Michael von Rekowski und Ortsbürgermeister Holger Scheel aus Rönsahl gaben in ihren Grußworten zu bedenken, dass die insgesamt 26 ausgestellten Bilder wesentlich mehr seien als lediglich Fotos von alten Gemäuern, sondern vielmehr auch die Geschichte von Menschen zu erzählen wüssten und lobten die ortsübergreifende Zusammenarbeit der Heimatfreunde.

Zu besichtigen ist die Bilderausstellung während der sonntäglichen Öffnungszeiten der musealen Räume in der Zeit von 14 bis 17 Uhr.

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