Kiersper Ehrenhain unter Denkmalschutz

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Der Ehrenhain soll unter Denkmalschutz gestellt werden. Dem muss der Rat der Stadt Kierspe noch zustimmen.

Kierspe - Schützen, was schützenswert ist: Bereits im August des vergangenen Jahres regten der Heimatverein und der Verein für Städtepartnerschaft in Kierspe an, den Ehrenhain, den Soldaten- und den Zwangsarbeiterfriedhof unter Denkmalschutz zu stellen.

Ihr Bestreben erreicht nun ein Zwischenziel. Der Ausschuss für Schule und Kultur entschied sich am Mittwoch einstimmig dafür, dem Rat die Erweiterung des Denkmals am Kirchplatz um diese drei Stätten sowie die Fortschreibung der Eintragung (Friedhofskapelle, Friedhofstor und Grabmäler) und zusätzlich die beiden Lindenalleen auf dem Friedhof zur Beschlussfassung vorzuschlagen.

Das Eintragungsverfahren eines Denkmals sei im Denkmalschutzgesetz geregelt, heißt es in einer entsprechenden Vorlage. Wird die Denkmalwürdigkeit eines Objektes festgestellt, werden also die Voraussetzungen des Gesetzes erfüllt, so wird das Objekt nach Absprache mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe in die Denkmalliste eingetragen. Das zuständige Amt für Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur hatte Mitte Juni des laufenden Jahres sein „Okay“ gegeben. Demnach seien die genannten Objekte als Gedenkstätten bedeutend für die Geschichte der Menschen und der Stadt Kierspe als Zeichen des Ausmaßes der beiden Weltkriege und besäßen noch heute eine hohe Zeugniskraft.

Der Ehrenhain,  der Soldaten- und der Zwangsarbeiterfriedhof.

Der Ehrenhain befindet sich auf einem Grundstück, das die Stadt Kierspe von der Evangelischen Kirchengemeinde Kierspe gepachtet hat. Somit ist die Gemeinde Eigentümerin und wurde angehört. Die Verantwortlichen stellten die Frage, ob der Ehrenhain als Wald unter Denkmalschutz gestellt werden kann. Hierzu sagt die Stadtverwaltung, dass der Ehrenhain als Baudenkmal in die Denkmalliste eingetragen werden könne, eine Spezifizierung erfolgt dann in der Beschreibung. Weitere Bedenken hatte die Gemeinde nicht.

Der Gefallenenfriedhof und der Zwangsarbeiterfriedhof befinden sich auf dem Grundstück des Friedhofes. Hierüber existiert ein Übergabevertrag aus dem Jahr 1971. Demnach übertragt die Kirchengemeinde der Stadt den Besitz der Flurstücke, auf dem sich der Friedhof befindet; einschließlich der Gebäude. Somit ist bei einer Unterschutzstellung der Friedhofsteile die Stadt betroffen.

Weiter hat der LWL im Juni mitgeteilt, dass die beiden sich kreuzenden Lindenalleen auf dem Friedhof Denkmaleigenschaften aufweisen. Demnach sind die Alleen prägende Bestandteile des Friedhofes und betonen die ursprüngliche, bis heute erhaltene Wegeführung und Gliederung des Friedhofes nach einer im frühen 19. Jahrhundert entsprechenden Gestaltung.

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