Werkstätten: Investor soll alle Möglichkeiten erhalten

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Es gibt einen Investor für das Gebäude der Märkischen Werkstätten. Ob die Immobilie abgerissen wird, steht aber noch nicht fest. Noch besteht die Möglichkeit, dass das Gebäude für altersgerechtes Wohnen genutzt wird.

Kierspe - Immer wieder haben sich Politik, Verwaltung und Kiersper Bürger mit der Immobilie beschäftigt, die nach dem Umzug der Märkischen Werkstätten zum Kierpserhagen nun in Rönsahl leersteht. Schon früh waren sich alle Beteiligten einig, dass dort eine Möglichkeit zum Wohnen entstehen soll. Nur hatte das Johanneswerk als Eigentümer von Grundstück und Gebäude bislang keinen Kaufinteressenten gefunden. Das hat sich aber wohl geändert.

Im Ausschuss für Stadtentwicklung, Planung und Wirtschaftsförderung wurde am Mittwoch der Weg für eine Bebauung des Geländes mit Einfamilienhäusern freigemacht. Wobei sich die Ausschussmitglieder einig waren, dass man auch auf den Wunsch einer andersartigen Bebauung reagieren würde und durch einen erneuten Beschluss auch den Umbau des bestehenden Gebäudes ermöglichen würde.

Diese Flexibilität war notwendig geworden, weil sich nach Erklärung von Horst Becker (CDU) ein Investor aus dem Oberbergischen Kreis gefunden habe, der dort ein Bauprojekt umsetzen möchte. Nach Angaben von Becker bestehen dort auch schon Vorverträge zum Kauf des Gebäudes. Das Johanneswerk konnte dies am Donnerstag nicht bestätigen, da der für Immobilien zuständige Abteilungsleiter nicht erreichbar war.

Im Gespräch mit der Meinerzhagener Zeitung äußerte sich Becker Donnerstag dahingehend, dass es sich bei dem potenziellen Käufer um einen Investor aus dem Nachbarkreis handele, der es gewohnt sei, größere Objekte zu bauen.

Becker: „Jetzt ist zwar ein Beschluss gefasst worden, der es erlaubt, die Fläche mit Einfamilienhäusern zu bebauen, sollte der Investor die bestehende Bebauung erhalten wollen, wird ihm der Ausschuss keinesfalls Steine in den Weg legen.“

Ein Erhalten der Bausubstanz käme dann in Frage, wenn sich der Investor entscheiden würde, dort altengerechtes Wohnen zu ermöglichen. Diese Lösung wird auch von vielen Rönsahlern favorisiert, das wurde auf der Einwohnerversammlung zu diesem Thema im Oktober des vergangenen Jahres deutlich – und auch von dem Ausschussvorsitzenden Holger Scheel noch einmal bekräftigt.

Stadtplaner Rainer Schürmann hatte in dem Ausschuss am Mittwoch noch einmal darauf hingewiesen, dass man bei den Planungen die Verkehrssituation den Bau einer zusätzlichen Straße und die Parksituation an Schule und Turnhalle im Blick behalte.

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