Weniger Plätze lassen sich schneller füllen

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Der Busbahnhof in Kierspe soll mit einer Park- und Ride-Anlage im hinteren Bereich und einer WC-Anlage im vorderen Bereich unter der Überdachung ergänzt werden.

Kierspe - Während an den Gleisen und den Bahnsteigen noch gearbeitet wird, stehen weitere Arbeiten am Busbahnhof noch an. Denn dort soll die Anlage um eine Park- und Rideanlage sowie ein Toilettenhäuschen erweitert werden.

Rund 900.000 Euro investiert die Bahn derzeit in die Erneuerung des noch nicht sanierten Streckengleises im Bereich des späteren Bahnhofs in Kierspe. Doch auch jenseits der Gleise soll viel Geld verbaut werden. So zumindest sieht es ein Beschlussvorschlag vor, über den die Mitglieder des Ausschusses für Bauen und Wohnen in ihrer kommenden Sitzung am 11. November beraten sollen.

Es ist bereits drei Jahre her, dass der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) fertiggestellt wurde, im Herbst 2014 wurde dann der Bahnhofsvorplatz mit Überdachung errichtet. Und spätestens bis zum Ende des Jahres 2017 soll der neue Bahnsteig mit einer Anbindung an den ZOB fertiggestellt werden – und damit rechtzeitig zur Aufnahme des Bahnbetriebs von Brügge in Richtung Köln. Diese Aufnahme ist nach jetziger Planung für Dezember 2017 vorgesehen.

Bis dahin soll dann auch die Park- und Ride-Anlage fertig sein. Allerdings muss die Stadt zwei Jahre nach Errichtung der Anlage nachweisen, dass diese auch zu 80 Prozent ausgelastet ist. In der Vorlage heißt es: „Es wird aufgrund von Erfahrungen aus vergleichbaren Bahnhofssituationen mit einer Ausbaugröße von insgesamt rund 50 Park- und Ride-Plätzen gerechnet, die bei einer guten Auslastung benötigt werden. Zusammen mit dem ZOB wurden bereits 16 Park- und Ride-Plätze und zwei Behindertenparkplätze errichtet.“

Nun gibt es zwei denkbare Varianten zum Ausbau. Während die Variante 1 einen Ausbau in Größe von 45 Parkplätzen vorsieht, sind es bei Variante 2 nur 35. In Summe könnten somit 61 (Variante 1) beziehungsweise 51 Parkplätze (Variante 2) angeboten werden. Die Verwaltung weist aber darauf hin, dass Variante 2 dem angenommen Bedarf entspreche.

Die Park- und Ride-Anlage soll in Verlängerung des ZOB parallel zu den Gleisen errichtet werden. Zusätzlich soll es einen Fußweg geben, der die neuen Parkplätze mit dem Busbahnhof verbindet. Nach dem Vorschlag der Verwaltung sollen in dem Bereich der Parkplätze „großkronige“ Bäume angepflanzt werden, die für eine Verschattung der Plätze sorgen. Zur Bahnstrecke hin soll die neue Parkanlage mit einem Grünstreifen und einem Zaun abgetrennt werden. Zusätzlich soll mit Leuchten des gleichen Typs, der bereits auf dem Busbahnhof installiert wurde, für eine Ausleuchtung der Anlage gesorgt werden.

Die Planungen der Verwaltung sehen auch die Errichtung einer öffentlichen WC-Anlage unterhalb der 2014 errichtenen Überdachung vor. Vorbereitend wurden dort bereits die notwendigen Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom. In der Vorlage steht: „Vorgesehen ist die Errichtung einer barrierefreien, automatischen WC-Anlage mit einer Kabine für Behinderte, Herren und Damen zusammen. Die Anlage soll schlüsselfertig durch einen Hersteller errichtet werden. Wichtig hierbei sind neben der Selbstreinigung, ein äußerlich hochwertiges Erscheinungsbild und eine pflegeleichte Oberflächengestaltung (Graffitischutz).“

Nach Angabe der Verwaltung würde Variante 1 rund 420 000 und Variante 2 rund 340 000 Euro kosten. Wobei die Anlage mit 90 Prozent durch den Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe gefördert werden könnte. Durch verschiedene Förderhöhen einzelner Punkte ergeben sich laut Verwaltung unterschiedliche Summen, die die Stadt als Eigenanteil aufbringen muss. Bei Variante 1 sind das rund 54 600 Euro und bei Variante 2 rund 34 600 Euro. Die Verwaltung weist in ihrem Entwurf darauf hin, dass der favorisierte Entwurf Variante 2 sei, auch wenn nur ein Unterschied von 20 000 Euro zu Variante 1 bestehe. So könne die geforderte Auslastung der neuen Anlage von 80 Prozent leichter nachgewiesen werden. Der Förderantrag soll nach Verwaltungsangaben Anfang des kommenden Jahres eingereicht werden, damit der angestrebte Beginn der Maßnahmen im Herbst 2016 (Toilettenanlage) eingehalten werden könne. Die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme sei für Sommer 2017 geplant.

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