Ausreichender Masken-Vorrat in den heimischen Apotheken

Engpass bei Masken nicht in Sicht

Auch beim den FFP2-Masken wird es in absehbarer Zukunft keinen Engpass geben, davon sind die Apotheker in Kierspe überzeugt.
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Auch beim den FFP2-Masken wird es in absehbarer Zukunft keinen Engpass geben, davon sind die Apotheker in Kierspe überzeugt.

Einen Engpass wird es nicht geben – diese Aussage treffen die vier Apothekerinnen und Apotheker in Kierspe.

Kierspe - Denn sie haben sich sowohl mit FFP2- als auch mit medizinischen- oder OP-Masken eingedeckt, sodass sie die Nachfrage decken können, wenn jetzt die Verordnung kommt, im öffentlichen Personennahverkehr und in den Geschäften OP- oder FFP2-Masken tragen zu müssen.

Vor gut einem Monat, als 60-Jährige und Ältere kostenlos drei FFP2-Masken erhielten, sah das noch ganz anders aus. Die Informationen über die Maßnahme der Bundesregierung kam sehr spät und damit überraschend. Die Folge: In vielen Apotheken waren die Masken schnell vergriffen. Die Kiersper Apotheker richteten nicht nur, wo möglich, einen eigenen Schalter für die Ausgabe ein – um eine Trennung von den anderen Kunden zu erreichen – , sondern legten auch Nachtschichten (am Telefon) ein, um für den notwendigen Nachschub zu sorgen.

Das ist diesmal anders: In der Post-, Montigny- sowie Rauk-Apotheke und der am Wildenkuhlen gibt es ausreichend Masken, auch wenn bereits die ersten Gutscheine eingelöst wurden, mit denen 60-Jährige und Ältere sechs FFP2-Masken bei einem Eigenanteil von 2 Euro kostenlos erhalten.

Rauk-Apotheke

„Der Beratungsbedarf ist stark gestiegen“, hat Bärbel Schulz, Inhaberin der Rauk-Apotheke festgestellt. Insbesondere um die Frage, sollten FFP2- oder OP-Masken genommen werden. Zurückzuführen sei dies drauf, dass zunächst von einer FFP2-Maskenpflicht die Rede war, nun aber (in NRW) auch eine medizinische Maske in Bussen, Bahnen und Geschäften getragen werden kann. „Wir sind gut vorbereitet“, sagt Schulz weiter, „und haben auch ein gutes Gefühl dabei, was wir verkaufen.“ Denn man achte sehr auf gute Qualität, legt viel Wert auf eine gute Schutzleistung: Es müsse eine Keimsicherheit bei den Masken gegeben sein. Die Apothekerin geht davon, dass zwar der Verkauf von Masken steigen, aber auch hin zu den OP-Masken kippen wird.

Post-Apotheke

Hartmut Gerlach, Inhaber der Post-Apotheke, bestätigt: „Wir haben jeden Tag immer mehr Aufklärung zu betreiben.“ Und meint damit, welche Art der Masken genommen werden sollten. Apotheker Gerlach hat ebenfalls „keine Angst vor Engpässen“, hat wie die anderen Kolleginnen und Kollegen sein „Masken-Lager“ gefüllt. „Wir können alle versorgen“, ist Hartmut Gerlach überzeugt. Dabei denkt er nun auch sozial, wie er sagt. Da die Apotheken in der Pandemie zu den Gewinnern zählten, wird auf den Preis der Masken nicht viel aufgeschlagen.

Masken-Preise

In den Kiersper Apotheken kosten die FFP2-Masken zwischen 3,95 und 5,95 Euro. Die medizinischen Masken sind bereits ab 75 oder 80 Cent zu haben. Die unterschiedlichen Preise begründen sich einerseits in den verschiedenen Einkaufspreisen, die wiederum abhängig von der Anzahl der bestellten Ware sind. Je mehr bestellt wird, umso günstiger wird der Preis. Aber auch die Qualität spielt eine Rolle, denn auch bei den OP-Masken gibt es durchaus Untschiede, die eigentlich nur an den Zeichen der Zertifizierungen et cetera zu erkennen sind.

Apotheke am Wildenkuhlen

„Noch vor kurzer Zeit sind wir mit Angeboten zugeworfen worden“, weist Christiane Karge, Inhaberin der Apotheke am Wildenkuhlen, darauf hin, dass man die Lieferanten auswählt, die aus der Erfahrung heraus Sicherheit bei der Qualität der Ware bieten würden. Auch Christiane Karge legt Wert darauf, dass die Masken ausreichenden Schutz bieten. Es gebe ebenso eine Nachfrage nach Kindermasken – und die sollten nach Möglichkeit nicht bloß einfarbig, sondern bunt sein. Mittlerweile gebe es auch Kindermasken in Regenbogenfarben.

Auch die Apothekerin stellt einen deutlich höheren Beratungsbedarf fest. Wobei es unter anderem auch um die Tragezeit der Masken geht. Es scheine sich die allgemeine Regel „acht Stunden“ immer mehr durchzusetzen. Vergleichbares gelte für eine Wiederaufbereitung, um eine Maske erneut tragen zu können. Eine Stunde bei 80 Grad im Backofen laute ein Tipp – ob dies so wirkt, vermag die Apothekerin nicht zu sagen, da es dazu keine einheitlichen Angaben gebe.

Montigny-Apotheke

„Bis jetzt läuft alles reibungslos“, spricht Franz-Josef Ruthmann wie die Kollegen von einer eher entspannten Lage. „Ich habe genug Masken“, fügt der Apotheker und Inhaber der Montigny-Apotheke hinzu, sowohl hinsichtlich der medizinischen als auch der FFP2-Masken. In seiner Apotheke seien, wie in den anderen, auch schon die ersten Coupons für die kostenlosen FFP2-Masken eingelöst worden. Dafür sieht sich Franz-Josef Ruthmann ebenfalls bestens gerüstet.

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