Kooperation mit Agentur Mark

Digitale Ausbildungsmesse am 6. Mai

Ausbildungsbörse - Azubis - Oben an der Volme
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Ob es eine Ausbildungsbörse in dieser Form – wie im Jahr 2019 in Schalksmühle – noch einmal geben wird, erscheint zumindest derzeit fraglich. Die Corona-Pandemie hat zu ersten Überlegungen geführt, eine Kombination aus digitaler und Präsenz-Ausbildungsmesse durchzuführen.

In diesem Jahr wäre eigentlich Halver an der Reihe. Doch wie schon 2020 in Kierspe haben sich die vier Oben-an-der-Volme-Kommunen bereits darauf geeinigt, keine Ausbildungsbörse in der bekannten Form – wie beispielsweise die, die 2019 in Schalksmühle stattfand – durchzuführen.

Kierspe/Volmetal - Diesbezüglich haben sich die Verantwortlichen aus Meinerzhagen, Kierspe, Halver und Schalksmühle abgestimmt. Wie Kristina Schmitz, Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins Kierspe sowie in der Stadtverwaltung zuständig für den Bereich Ausbildungsbörse, auf Anfrage der Meinerzhagener Zeitung erklärte, finde diese Veranstaltung normalerweise im Frühjahr statt. „Wir sehen aber noch nicht, dass dies dann möglich sein wird“, so Schmitz. Im vergangenen Jahr sollte die Börse am 19. und 20. Mai stattfinden – das Coronavirus machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Das ist auch in diesem Jahr wieder so.

Damit jedoch der Ausbildungsbereich nicht vollständig brach liegt, arbeiten die vier Oben-an-der-Volme-Kommunen mit der Agentur Mark zusammen. Die hatte am 12. November vergangenen Jahres die erste digitale Ausbildungsmesse für die Märkische Region durchgeführt. In diesem Jahr soll es am 6. Mai eine Neuauflage geben. Bereits ab Mitte dieses Monats können sich die Unternehmen und Betriebe auf der Online-Plattform dafür anmelden.

Vorträge und Chats

Im Mai können die Firmen, die Auszubildende suchen, mit Vorträgen, die maximal 30 Minuten lang sein sollten, und Videochats dafür werben. Natürlich hoffen die Verantwortlichen der Agentur Mark und der anderen Beteiligten, dass sich ab dem 15. Februar wieder mehr als 100 Unternehmen aus der gesamten Region anmelden werden, die ihr Angebot auf der Online-Ausbildungsmesse vorstellen und den Kontakt zu den potenziellen Azubis im Videochat suchen, herstellen, weitergehende Fragen beantworten und erklären, worauf es ankommt, wenn man bei ihnen eine Ausbildung machen möchte. Dabei können nicht nur die Unternehmen interessante Bewerber zu einem Gespräch einladen, sondern auch Jugendliche haben die Chance, sich direkt zu bewerben.

Kooperation mit Agentur

Im Übrigen werden die Verwaltungen der vier Kommunen die Unternehmen in ihrer Stadt beziehungsweise Gemeinde anschreiben, um sie auf die digitale Ausbildungsmesse, die von der Agentur Mark koordiniert wird, hinzuweisen. Nach der Premiere Ende vergangenen Jahres wurde die Online-Plattform „Vystem“ und viele ihrer Funktionen überarbeitet. Dank der Zusammenarbeit der Agentur Mark mit der Firma Isardigital konnten teilweise auch Erweiterungen eingebaut werden. Unternehmen, die sich künftigen Azubis vorstellen und mit diesen Beratungsgespräche in Chats führen wollen, erhalten auf Wunsch Schulungen von der Agentur Mark. Und die potenziellen Auszubildenden werden von den Schulen auf diese Online-Messe vorbereitet.

Auch die Johanniter, die sich in Schalksmühle den potenziellen Azubis präsentierten, werden sich auf neue (digitale) Kontakt- und Informationswege einstellen müssen.

Im Jahr 2022, so hofft nicht nur Kristina Schmitz, soll es nicht ausschließlich die digitale Variante der Ausbildungsbörse geben. Vielleicht kann es dann wieder eine Präsenzveranstaltung sein. Allerdings nicht in der bisherigen Form, wie Kristina Schmitz erklärt. Es gebe bereits Überlegungen, eine Kombination aus Präsenz- und Digital-Ausbildungsmesse durchzuführen. Etwa in der Form, dass Kontaktaufnahme und erste Informationen über eine Online-Plattform stattfinden und anschließend Shuttle-Busse die potenziellen Azubis zu den Firmen bringen.

„Es ist aber noch alles offen“, so Schmitz, dass es sich um erste Überlegungen handelt. Diesbezüglich müssten noch weitere Informationen gesammelt werden, was möglich, organisierbar und letztlich auch finanzierbar ist. Gleiches gilt für eine weitere Kooperation mit der Agentur Mark, dies ist ebenfalls nicht abschließend geklärt. Denn jetzt steht erst einmal am 6. Mai die zweite digitale Ausbildungsmesse auf dem Programm.

Weitere Möglichkeiten

Eine weitere Möglichkeit, wie man in Zeiten von Corona einen Ausbildungsplatz beziehungsweise einen Azubi finden kann, bietet die Internetseite ausbildung-jetzt-mk.de. In der Zeit vom 1. März bis 1. April haben alle, die in diesem Jahr eine Ausbildung beginnen wollen, die Möglichkeit, in einem Kennenlerngespräch Unternehmen davon zu überzeugen, dass sie die richtigen Azubis sind. In 15-minütigen Gesprächsterminen, so heißt es, könne der erste Schritt in Richtung Ausbildungsplatz gemacht werden.

Die heimischen Unternehmen des Ausbildungsmarkts im Märkischen Kreis haben sich zu einer Veranstaltergemeinschaft zusammengeschlossen. Über die virtuelle Plattform „ausbildung-jetzt-mk.de“ sollen Jugendliche und Arbeitgeber unkompliziert und digital miteinander ins Gespräch kommen und sich kennenlernen. Interessierte Unternehmen können ab sofort kostenlos ein Firmenprofil anlegen und sich mit ihren offenen Ausbildungsstellen registrieren. Ab dem 18. Februar erhalten dann Jugendliche Zugriff auf die Angebote und können sich „ihren“ Ausbildungsberuf auswählen, um passende Betriebe vorgeschlagen zu bekommen – mit diesen kann für den März ein Termin für einen Videochat oder ein Telefonat gebucht werden.

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