Brücke: Sanierung beginnt im Frühjahr

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In diesem Frühjahr soll die Brücke in der Ortschaft In der Grüne instand gesetzt. ▪

KIERSPE ▪ Seit mehr als einem Jahr können die Anwohner, die in der Ortschaft In der Grüne links der Volme wohnen nur zu Fuß über den Fluss gehen, da die Brücke aufgrund von Schäden nicht mehr befahren werden darf (die MZ berichtete mehrfach). Jeder Kasten Wasser, jede Einkaufstüte, aber auch Kinderwagen und neu angeschaffte Möbel müssen an der Volmestraße ausgeladen und von Hand bis zu den in einiger Entfernung stehenden Häusern getragen werden.

Das soll nun bald ein Ende haben. Aufgrund der schwierigen rechtlichen Situation war bis vor einigen Monaten völlig unklar, ob die Brücke saniert werden kann. Denn 50 Prozent des Bauwerkes gehören einem Anwohner, der dort nicht mehr wohnt und bereits vor Jahren in die Privatinsolvenz gegangen ist. Die andere Hälfte gehört aufgrund einer ausgeschlagenen Erbschaft dem Land und wird vom Regierungspräsidium in Arnsberg verwaltet.

In der Zwischenzeit war den Anwohnern vom Kreis mitgeteilt worden, dass die Häuser bis zum Ende dieses Jahres verlassen werden müssten, da sie auch nicht mehr für Feuerwehr und Rettungsdienst erreichbar seien.

In dieser Situation wandten sich die Bewohner der beiden noch bewohnten Häuser an den Petitionsausschuss des Landes.

Dieser machte sich dann auch im Spätherbst des vergangenen Jahres auf den Weg nach Kierspe und beschloss, dass die Brücke auf Kosten des Landes instand gesetzt werden soll – und das möglichst schnell.

Doch vor einem „möglichst schnell“ stehen bei Behörden die eigenen Vorschriften. So musste im Rahmen der Baugenehmigung auch eine wasserrechtliche Prüfung erfolgen. Nach Aussage von Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises, hat das Regierungspräsidium eine Baugenehmigung beantragt, die voraussichtlich Anfang März erteilt würde.

Bevor die zuständigen Mitarbeiter des Regierungspräsidiums den Bauantrag gestellt hatten, wurde aber erst noch einmal das Gutachten eines Ingenieurbüros eingeholt. Demnach ist mit Kosten von rund 30 000 Euro für die Sanierung zu rechnen. „Da wir Steuergelder verwenden und daher eine möglichst preiswerte Lösung anstreben müssen, haben wir uns für die Instandsetzung entschieden, da ein Neubau ein Vielfaches gekostet hätte“, erklärte Dr. Christian Chmel-Menges, Pressesprecher des Regierungspräsidiums in Arnsberg, auf Nachfrage der MZ.

Eine Ausschreibung habe es zwar noch nicht gegeben, trotzdem rechne die Arnsberger Behörde mit einem Baubeginn im Frühjahr, wobei auch das Wetter eine nicht unerhebliche Rolle spiele, so der Sprecher.

Wenn die Arbeiten abgeschlossen sind, wird die Brücke für schwere Fahrzeuge gesperrt bleiben.

Denn die Widerherstellung soll so ausgeführt werden, dass Autos und kleine Lastwagen bis zu einem Gewicht von bis zu 7,5 Tonnen das Bauwerk über die Volme befahren können. ▪ Johannes Becker

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