125 Kilometer durchs obere Volmetal

+
Edwin Dupslaff vom KRC erklärte, worauf bei der Gleichmäßigkeitsprüfung geachtet werden musste.

Kierspe - 35 Oldtimer aus ganz Westfalen – von Kierspe bis Steinfurt – waren am Samstagmorgen bei der 15. ADAC–KRC Seenfahrt Historic beim Autohaus Knabe am Start.

Die Fahrzeuge aus den Baujahren 1957 bis 1992 zogen zahlreiche interessierte Oldtimerfreunde an.

Eine touristische Ausfahrt hatten die fleißigen Helfer des Kiersper Rallye-Clubs (KRC) ausgearbeitet, die für Fahrer gedacht war, die ohne Stress das Sauerland erkunden wollten.

Bevor jedoch um 9.31 Uhr der erste Wagen losrollte, sahen sich zahlreiche Besucher die angereisten Fahrzeuge an. Guido Schulte und sein Beifahrer Paul Schulte hatten mit ihrem Porsche 356 A von 1958 die Startnummer 4 erhalten. Viele schauten sich sein Auto näher an, denn es verfügte über ein Hardtop mit einem Schiebedach, das nur 21 Mal für dieses Modell gebaut worden ist. Seit 28 Jahren fährt Guido Schulte diesen Wagen bereits, gekauft hatte er ihn sich in seiner Studienzeit. „Damals war der Zustand des Wagens ,5‘“, erinnert sich der Besitzer. „Restauriert und geschraubt habe ich selber“, so Guido Schulte. Rund drei Mal im Jahr ist er mit seinem Porsche auf Rallyes unterwegs, auch drei Preise hat er dabei gewonnen.

Für kurz vor 9 Uhr war für die teilnehmenden Mannschaften die Fahrerbesprechung angesetzt, bei der Lothar Kasper vom KRC noch auf die letzten Einzelheiten einging. Eine Viertelstunde vor Beginn des Starts erhielt jedes Team seine Fahrtunterlagen und konnte sich so über den Streckenverlauf informieren. 125 Kilometer hatten die Fahrer in der touristischen Klasse zurückzulegen und dabei eine vorgegebene Durchschnittsgeschwindigkeit von 25 Stundenkilometern zu erreichen. Abweichungen von dieser Durchschnittsgeschwindigkeit ergaben Strafpunkte. Diese gab es aber auch für das Auslassen von Zeitkontrollen, dem Abweichen der Sollzeit bei einer Gleichmäßigkeitsprüfung oder dem Auslassen einer Orientierungskontrolle.

15. Auflage der ADAC-KRC Seenfahrt Historic

Bei den Gleichmäßigkeitsprüfungen hatten die Teams eine festgelegte Strecke in einer vorher festgelegten Zeit zu durchfahren. Im Industriegebiet „In der Helle“ stand ein Team, welches mittels einer Lichtschranke die Zeit erfasste. Hatten die Teilnehmer diese 200 Meter lange Strecke erfolgreich durchfahren, erhielten sie vom am Straßenrand postierten Wilfried Kinsky einen Stempel auf ihre Bordkarte und konnten sich auf die nächste Aufgabe konzentrieren.

Landschaftlich hatte der KRC auch diesmal wieder eine schöne Strecke ausgewählt. Sie führte über Rönsahl nach Mühlen-Schmidthausen, von dort zum Haus Rhade, nach Anschlag, Schwenke, Halver, Sticht und dann zum Mittagstreffpunkt, dem Autohaus Starke in Meinerzhagen. Abends wurden dann die Sieger der 15. ADAC-KRC Seenfahrt Historic geehrt.

Die Gewinner im Überblick:

Klasse 7 – Baujahre 1946 bis 1960: Guido und Paul Schulte aus Lüdenscheid mit ihrem Porsche 356 A von 1958

Klasse 8 – Baujahre bis 1970: Hans-G. Sonnendecker aus Dortmund und Hartwig Rietz aus Bielefeld mit ihrem Volvo P 121 Amazon von 1962 mit 1,74 Strafpunkten

Klasse 9 – Baujahre bis 1985:  Acki Papke aus Bochum und Hans-Georg Finkeldey aus Witten mit ihrem Porsche 924 von 1982 mit 1,31 Strafpunkten

Klasse 18 Youngtimer – Baujahre bis 1994: Ulrich Budde aus Bergneustadt und Werner Neugebauer aus Wiehl mit ihrem Porsche 911 Coupè von 1988 mit 10,51 Strafpunkten

Bestes Mixed-Team: Dieter und Gisela Hengstwerth aus Remscheid mit ihrem Volvo 144 GL von 1971 mit 1,45 Strafpunkten

Gertrud Goldbach

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare