Auch CDU wünscht sich optimalen Wehrstandort

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Bei einem Glas Rönsahler Landbier ließ es sich locker plaudern und angeregt diskutieren. Die Veranstaltung „CDU vor Ort“ in der Brennerei fand viel Anklang. ▪

RÖNSAHL ▪ Es gab einige kommunalpolitische Themen, die an den Tischen angeregt diskutiert wurden. Drinnen in der zünftig eingerichteten Braustube genauso wie an der langen Tischreihe draußen vor dem Gebäude, die hinterher aufgrund des enormen Andrangs sogar noch erweitert werden musste. Die historische Brennerei in Rönsahl bildete am Mittwochabend einen besonders reizvollen Rahmen für die zweite Veranstaltung im Rahmen der Reihe „CDU vor Ort“.

Die Möglichkeit zu lockeren Gesprächen bei Getränken und Würstchen lockte immerhin rund 50 Besucher an, die die Gelegenheit nutzten, die Wahlkreiskandidaten Horst Becker und Holger Scheel sowie auch die anderen anwesenden CDU-Politiker aus Rat und Ausschüssen, darunter auch der Vorsitzende Peter Schrade und der Fraktionsvorsitzende Jürgen Tofote, zu verschiedenen Themen hemmungslos zu löchern. Bei einem Glas frisch gezapftem Rönsahler Landbier ließ es sich ganz ungezwungen plaudern.

Ein Thema war natürlich die Feuerwehr: Für die Zusammenlegung der beiden Innenstadteinheiten wird immer noch nach einem Standort gesucht. Favorisiert von den Blauröcken selbst wird ganz klar als das am besten geeignete Gelände, die Bremicker-Wiesen auf dem Eckgrundstück von Osemund- und Friedrich-Ebert-Straße. Aber dort sind die Verhandlungen bereits vor längerer Zeit aufgrund von Problemen zwischen den Verhandlungsführern ins Stocken geraten und dann abgebrochen worden.

Zwar hatte die Stadt anschließend die Suche nach Alternativstandorten vorangetrieben, von denen einige jedoch von den Zügen nicht gewollt werden, weniger geeignet oder zu teuer sind. Als eine Möglichkeit steht im Hintergrund ebenfalls immer noch die Dr. Hans-Wernscheid-Straße, womit die Einsatzfahrten dann aber jedesmal über die Kreuzung Wildenkuhlen führen würden und somit ein gefährlicher Unfallschwerpunkt entstünde. Damit scheidet dieser Standort aus der Sicht vieler eigentlich komplett aus. Auch in der CDU herrschte die Meinung vor, dass es am sinnvollsten wäre, nochmals mit den Eigentümern der Bremicker-Wiesen in Kontakt zu treten, um den Knoten durchzuschlagen und so vielleicht doch die optimale Lösung zu realisieren.

Ein anderes Thema, das am Mittwochabend auf den Tisch kam, war der Lauseberg-Aufstieg: Da wurde natürlich gefragt, wie es mit den Realisierungschancen der nördlichen Entlastungs- oder Umgehungsstraße aussieht. Aus der fernen Rönsahler Sicht wurde zudem der Sinn das Projekts angezweifelt. Andere wiederum machten aber auch deutlich, wie wichtig eine Verkehrsentlastung für die Friedrich-Ebert- und die Kölner Straße sowie auch den zentralen Kreuzungsbereich Wildenkuhlen endlich wäre. Ganz klar aber ebenfalls die Meinung, dass diese Trasse mit einer Fortführung an Wolzenburg vorbei bis zum Handweiser noch viel mehr Sinn machen würde, weil dann endlich die steilen Serpentinen der Landstraße 528 umgangen würden. Den Mehrkosten stünden die für den Ausbau der Serpentinen geplanten Kosten gegenüber, was ungefähr schon die Hälfte ausmachen würde.

Als dringend angesehen wurde, dass für Kierspe neue Gewerbegebiete ausgewiesen werden müssten. Kurz gesprochen wurde so auch über die Vorschläge, hierfür unter anderem in den Bereich zwischen dem Meinerzhagener Flugplatz und Wilbringhausen auf Marienheider und Kiersper Gebiet zu gehen. Ein Standort, der, von einigen zugegeben, einen gewissen Charme besitze.

Genauso kam das Hickhack im Zusammenhang mit dem beabsichtigten Umzug der Märkischen Werkstätten an einen neuen Standort zur Sprache, wo die Wellen vor den Ferien für einen Augenblick richtig hochgeschlagen waren, sich dann aber ganz schnell wieder gelegt hatten, nachdem den Werkstätten ein Alternativgrundstück in direkter Nachbarschaft angeboten worden war. Durch die Erweiterungspläne der Firma SuK war Dynamik in die Sache gekommen und die Werkstätten, die sich lange Zeit arg ruhig verhalten hatten, hatten ihre Felle davonschwimmen sehen, als die Stadt das Grundstück im Gewerbegebiet Kiersperhagen, für das sie sich interessiert hatten, SuK verkauft hatte.

Die Chancen für die zweite Umgehungsstraße, die B 237 n, die von der B 237 aus entweder Richtung L 306 oder zur B 54 führen soll, war bei der Veranstaltung auch ein Thema sowie ebenfalls das Ringen um das alte Kopfsteinpflaster im Bereich der Baustelle für den Zentralen Omnibusbahnhof, das bei einigen aber bloß verständnisloses Kopfschütteln auslöste.

Rolf Haase

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