Sommerkonzert des Männerchors Kierspe gut besucht

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Ihre Liebe zu Seemannsliedern dokumentierten die Sänger des Männerchors Kierspe auch durch ihre außergewöhnliche Chorkleidung im zweiten Teil des Konzerts.

Kierspe - Unter das Motto „Singen mit Freunden“ hatte der Männerchor Kierspe sein Sommerkonzert gestellt. Gemeint war aber auch „Singen für Freunde“ und viele waren der Einladung gefolgt.

Im vollbesetzten PZ der Gesamtschule erlebten sie am Samstagabend einen Querschnitt des Chorgesangs im Volmetal.

Ihr Programm hatten die Sänger aufeinander abgestimmt, sie sangen vorrangig Hits und Oldies aus der weiten Welt der Popmusik. Udo Jürgens war dabei der Spitzenreiter, gleich drei Chöre hatten Lieder des österreichischen Sängers im Programm.

Mit „Anuschka“ konnte der Lüdenscheider Männerchor unter Leitung von Stefan Scheidtweiler punkten. Zahlenmäßig war er der größte Chor und sang stimmgewaltig und schwungvoll Hits wie „Tür an Tür mit Alice“ oder „Rote Lippen soll man küssen“. Das Publikum war begeistert und forderte eine Zugabe.

Eröffnet wurde der Abend aber vom Männerchor Kierspe mit zwei Peter-Maffay-Titeln unter Leitung von Sofia Wawerla. Sie hatte die Gesamtleitung des Konzerts und war gleich mit drei Chören vertreten, neben den Kiersper Sängern leitete sie auch den MGV Union Oberrahmede und Chorpacabana, die jüngste Formation des Abends. Die zehn Männer folgen bei ihren Auftritten der Tradition von A-Capella-Gruppen wie Basta.

Mit Titeln wie „Lass die Leute reden“ von den Ärzten oder „Angels“ von Robbie Williams setzten sie in Liedgut und Performance einen Kontrapunkt zu den Auftritten der anderen Chöre. Als sie bei „Tage wie diese“ von den Toten Hosen allerdings das Publikum zum Mitsingen aufforderten, blieb die Resonanz mäßig. Die Sänger von Chorpacabana hatten wohl die Stimmung von Fußball-Meisterschaften im Sinn, aber das war mit Kiersper Publikum nicht zu machen.

Sinn fürs Komödiantische hatte auch der MGV Union Oberrahmede. Die Zuhörer hatten Spaß, als die Sänger gekonnt „Ich hab’ dein Knie geseh’n“ näselten und damit die Grammofon-Musik früherer Zeiten nachahmten. Mit „Die Nacht“ von Franz Schubert waren sie auch die einzigen, die einen Ausflug ins klassische Fach unternahmen. Allerdings machte sich die Urlaubszeit bemerkbar, so dass der MGV nur mit vergleichsweise wenigen Sängern vertreten war.

Als einzige gemischte Formation des Abends war der Chor 70 aus Meinerzhagen unter Leitung von Ingo Reich unter anderem mit einem Abba- und einem Udo-Jürgens-Medley vertreten. Ingo Reich leitete auch die Sängervereinigung Vorth-Grünenbaum, die mit „Guter Rat“ einen der wenigen unbekannteren Titel im Programm hatte.

Die Stimmung beim Sommerkonzert war nicht nur bei den Zuhörern, sondern auch bei den Sängern gut. Denn wie Moderator Josef Goß treffend meinte: „Es singt sich eben schöner, wenn Leute da sind.“

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