Ideenbörse fürs Alte Amtshaus

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Ein gutes Dutzend Rönsahler waren zur Eröffnung der Ausstellung gekommen.
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Rönsahl – Gästezimmer und Ferienwohnungen in den oberen Stockwerken, der Frühstücksraum und eine Tourismus-Information im Erdgeschoss, im Gewölbekeller die Bücherei, vielleicht auch eine Weinbar – das sind nur einige der Ideen, die Studenten im Master-Studiengang Architektur der Universität Siegen für eine künftige Nutzung eines der Rönsahler Zentralgebäude zu entwickeln.

Im Alten Amtshaus (auch unter dem Namen „Alte Post“ bekannt) wurden im Rahmen einer Vernissage die sechs besten Entwürfe vorgestellt. Dabei hatten die Studenten den Auftrag einen Kurzentwurf für den Umbau des denkmalgeschützten Gebäudes zu erstellen.

Unter Beibehaltung der aktuellen Nutzung sollten sie das Alte Amtshaus zu einem sozialen Treffpunkt für unterschiedliche Nutzungen entwickeln und hatten dafür exakt 14 Tage Zeit. Das war wohl der Grund, warum die meisten auf einen Besuch in Rönsahl verzichtet und bei ihrem Konzept auf Fotos und alte Pläne zurückgegriffen hatten.

Bei aller Ähnlichkeit in den Funktionen unterscheiden sich die Pläne erheblich in der Ausgestaltung. Mehrere Entwürfe stellen die Materialien Holz und Bruchstein heraus, die das Gebäude prägen. Das gilt auch für den Vorplatz, der in die Planung mit einbezogen wurde. Andere betonen die architektonischen Besonderheiten im Inneren des Gebäudes, die Holzbalkendecken, das schöne Treppenhaus und den Gewölbekeller, der zur Zeit unter anderem von den Wanderern des SGV genutzt wird. 

Durch die Ausstellung führten Kuratorin Christine Loth und ihre Mitarbeiterin Alexandra Franck, die auch einen der Entwürfe erarbeitet hatte. „Moderner Landhausstil“, „belgisch“, „jung und peppig“ waren dabei Begriffe, die die beiden für einzelne Konzepte fanden. Auf Machbarkeit und das Finanzielle brauchten die Studenten keine Rücksicht zu nehmen. In diese Wunde legte prompt Horst Becker den Finger mit Verweis auf den Brandschutz; daran war bekanntlich die Nutzung des Gebäudes als Arztpraxis gescheitert.

Als Ideenbörse sah Ortsbürgermeister Holger Scheel die Ausstellung. „Keiner dieser Entwürfe wird eins zu eins verwirklicht werden.“ Aber das sei auch nicht Sinn des Ganzen, viel mehr gehe es darum, daran anzuknüpfen und Ideen weiterzuspinnen. Das können auch die Rönsahler tun, denn noch in den kommenden Wochen ist die Ausstellung während der Öffnungszeiten der Bücherei geöffnet, jeweils montags und donnerstags von 15 bis 17.30 Uhr.

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