Kosten für Freizeitpark nähern sich Höchstgrenze

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So sah es dort, wo der Volme-Freizeitpark entsteht, vor Jahrzehnten noch aus.

Kierspe - „Jetzt darf aber gar nichts mehr passieren, sonst sprengen wir den Kostenrahmen und das können wir uns nicht leisten“, machte Clemens Wieland (UWG) klar.

Sein Statement bezog sich dabei auf die Freigabe der weiteren Planung des Volme-Freizeitparks. Dieser hatte sich verteuert, da rund 10 000 Tonnen Erdaushub zusätzlich abgefahren werden müssen, weil während der laufenden Arbeiten die Grenzwerte für belastete Erde verändert wurden. Selbst bei einem maximalen Zuschuss von 90 Prozent für die Altlastenentsorgung muss die Stadt 68 000 Euro mehr aufbringen als geplant.

Für die Planer vom Berliner Architekturbüro Jan Derveaux bedeutet das, dass sie finanziell nicht viel Luft haben, um ihre Pläne umzusetzen.

Gestern waren die Architekten aus Berlin gekommen, um die endgültigen Pläne dem Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung vorzustellen. Dabei wurde auch klar, dass nicht alle Wüsche, die von den Kierspern kamen, umgesetzt werden können. So ist eine zweite Brücke aus finanziellen Gründen nicht zu bauen, kostet die erste doch bereits rund 80 000 Euro – vielleicht etwas weniger, wenn es gelingt, die Widerlager-Wände, auf denen die eigentliche Konstruktion aufliegt, zu errichten, bevor die Volme umgelegt wird.

„Ansonsten setzen wir auf ehrliche und einfache Materialien“, machte einer der Planer deutlich. Gemeint ist damit, dass in erster Linie Stahlbeton für die Brücke und die Sitzgelegenheiten im Veranstaltungsbereich, einfacher ungefärbter Asphalt für die Wege und verzinkter Stahl für die weiteren Gestaltungselemente sowie Holz für die „Möblierung“ verwendet wird.

Zurückgestellt wurde im Plan auch das Beleuchtungskonzept. Allerdings wird der Weg, der auch als Schulweg in Betracht kommt, so vorbereitet, dass ein späterer Einbau von Lampen möglich wird. Außerdem wird die Wegeführung so verändert, dass keine Gefahr für die Wurzeln der Bäume, die bereits vorhanden sind, besteht. Die Wege werden darüber hinaus auf eine Breite von zwei Metern begrenzt.

Bekommen werden die Kiersper aber auf jeden Fall Flächen, die für temporäre Nutzungen vorgesehen sind. Dort könne geimkert oder auch gegärtnert werden, erklärten die Architekten.

Das Landschaftsbauwerk muss mit weniger Erde auskommen, da die bereits erwähnten Mengen fehlen. Derzeit sei man mit einem Bauherren in Verhandlung, der in einer Nachbarstadt tätig sei und größere Mengen Erdaushub abgeben müsse. „Die Erde wird derzeit untersucht, wenn sie sich eignet, können wir uns gut vorstellen, dass diese dann im Freizeitpark eingebaut wird“, so Schürmann.

Das Landschaftsbauwerk ist einer der zentralen Punkte im Park, der etwas mehr als eine Million Euro kosten wird. Dort sollen auch Sitzgelegenheiten für etwa 150 Besucher entstehen.

Johannes Becker

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