Arbeiten für Volme-Freizeitpark im Plan

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Das belastete Erdreich aus der Sanierungsgrube wurde mittlerweile komplett entfernt. Deutlich zu erkennen ist schon der geplante neue Verlauf der Volme. Auch die Fundamente für die Brücke wurden bereits gegossen.

Kierspe - Die Arbeiten auf dem Gelände des künftigen Volme-Freizeitparks an der Bundesstraße 54 gehen gut voran. „Wir gehen weiterhin davon aus, die Arbeiten rund um den ersten Bauabschnitt im August abschließen zu können“, sagt Karsten Seil, Sachgebietsleiter Tiefbau der Stadt Kierspe.

Die Bodensanierung wurde bereits vor drei Wochen beendet. Insgesamt mussten für den neu entstehenden Freizeitpark, der mit Geldern aus dem Regionale-2013-Projekt gefördert wird, gut 14 000 Tonnen belasteter Boden entfernt und fachgerecht entsorgt werden. „In der so genannten Sanierungsgrube mussten wir das Erdreich teilweise bis zu vier Meter tief auskoffern“, sagt Fabio Saladdino von der Ingenieurgesellschaft Mull und Partner, der als zuständiger Bauleiter die Arbeiten koordiniert.

Schutzfolie eingebaut

An dieser Stelle war das Erdreich durch die früheren Industrieanlagen der Hammerwerke besonders belastet. „Noch tiefer konnten wir nicht graben, wir sind dort erwartungsgemäß auf Felsgestein gestoßen“, erklärt Saladdino. Weil durch die Sanierungsgrube aber der neue Volmeverlauf führen soll, wurde über das Gestein eine spezielle Folie auf mehr als 1500 Quadratmetern eingebaut. Die Bahnen wurden aufwendig verschweißt und anschließend mit verschiedenen Materialien beschwert. „Damit ist ausgeschlossen, dass das Wasser in der Volme mit dem minimal belasteten Gestein in Kontakt kommen kann“, sagt Karsten Seil.

Das künftige Flussbett ist schon abgesteckt

In der Grube ist der künftige Verlauf der Volme bereits angedeutet. Auch in Richtung des Raiffeisen-Marktes ist das Flussbett schon abgesteckt. „Da wird sich aber noch eine ganze Menge verändern, wir müssen noch viel Erdreich bewegen“, sagt Saladdino.

Landschaftsbauwerk wird erschaffen

Seit wenigen Tagen sind die Arbeiter der Firma Bauer Umwelttechnik aus Schrobenhausen damit beschäftigt das Landschaftsbauwerk zu erschaffen. Das Erdmaterial wird schichtweise eingebaut und anschließend jeweils abgewalzt. „Diese Arbeiten werden sicherlich die nächsten Wochen in Anspruch nehmen“, sagt Saladdino. Sobald das gesamte Material, das derzeit noch in riesigen Haufen nahe der B 54 lagert, verbaut worden sei, werde mit den Auskofferungsarbeiten für den künftigen Flussverlauf begonnen.

Seil: „Wir hoffenen auf einen trockenen Frühling“

 „Wir hoffen auf einen trockenen Frühling. Das würde uns bei den Erdarbeiten in die Karten spielen“, sagt Seil. Wie es im Anschluss mit dem zweiten Bauabschnitt und damit der eigentlichen Gestaltung des Volme-Freizeitparks weitergeht, dazu konnte der Sachgebietsleiter keine detaillierten Angaben machen: „Der Auftrag ist noch nicht vergeben.“ Eventuell werde mit dem Anlegen des Wegenetzes, dem Bau der Treppenanlage mit Blick auf den Fluss und der Multifunktionsfläche sogar erst im Frühjahr 2017 begonnen. „Das sind erneut umfangreiche Arbeiten. Da müssen wir entscheiden, ob wir diese über den Winter durchführen, oder eben erst im nächsten Frühjahr“, sagt Seil.

In zwölf Monaten nicht wiederzuerkennen

Unabhängig vom Startpunkt der zweiten Bauphase verspricht der Sachgebietsleiter Tiefbau aber bereits: „Nächstes Jahr um diese Zeit wird das gesamte Areal überhaupt nicht wiederzuerkennen sein.“

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