Grünes Licht für Wasserkraftanlage

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Nach dem Urteil kann es mit den weitergehen. - Foto: Wilczek

Kierspe - Zuletzt war es ein wenig ruhig geworden um die Aktivitäten des Vereins Heesfelder Mühle rund den Sessinghauser Hammer in Bollwerk. Das dürfte sich in den nächsten Monaten grundlegend ändern. Denn vom Verwaltungsgericht Arnsberg gab es jetzt endgültig grünes Licht für den Bau einer Wasserkraftanlage.

Von Markus Wilczek

„Das war ein sehr guter Tag für uns“, freute sich deshalb auch Klaus Brunsmeier vom Verein Heesfelder Mühle. Eine Genehmigung des Märkischen Kreises zum Bau eines Wasserrades und einer Wasserschnecke, die bei einem hohen Wasserstand der Volme zur Energiegewinnung eingesetzt werden soll, sowie einer Fischtreppe in Form einer so genannten rauen Rinne lag den Vereinsverantwortlichen schon längere Zeit vor. Gegen diese hatte der Fischereiverband NRW allerdings geklagt und seinen Einspruch damit begründet, dass die Fische nicht die Treppe benutzen, sondern in die Wasserkraftanlage schwimmen und getötet werden könnten.

Am Freitag einigten sich beide Parteien auf einen verbindlichen Vergleich, der vorsieht, dass die Genehmigung des Kreises um drei Punkte erweitert wird. „Im Anleitungssystem muss der Wasserstand immer ausreichend hoch sein, der Untergraben hinter der Schnecke muss nach genauen Vorgaben anders gestaltet werden und die Schnecke wird während der Laichzeit der Forellen für zwei Monate von Mitte Januar bis Mitte März nicht betrieben“, erklärte Klaus Buter, Pressedezernent am Verwaltungsgericht Arnsberg, auf Anfrage unserer Zeitung.

Der Verein Heesfelder Mühle kann mit dem Vergleich laut Brunsmeier nun aktiv werden: „Angebote haben wir bereits eingeholt, jetzt werden die Aufträge vergeben.“ Bis Hochsommer sollen die Fischtreppe, Wasserrad- und -schnecke sowie ein neues Turbinenhaus errichtet sein. „Die zusätzlichen Punkte in der Genehmigung setzen wir dabei sehr gerne um, denn wir sind mit unserem Projekt am Sessinghauser Hammer schließlich angetreten, um alles besonders ökologisch neu zu gestalten“, so Brunsmeier.

Parallel zur Bautätigkeit wolle der Verein ab sofort auch seine Planungen für das Gebäude wieder verstärkt vorantreiben. „Wir sind mit den zuständigen Stellen in aussichtsreichen Gesprächen, dass der geplante Volmetal-Radweg direkt am Sessinghauser Hammer vorbeiführen wird“, sagt Brunsmeier. Entstehen soll in den verbliebenen Räumlichkeiten mit zirka 550 Quadratmetern – der übrige Bereich musste vor rund drei Jahren wegen Einsturzgefahr abgerissen werden – ein attraktiver Verweilpunkt für Radler, Wanderer und Inlineskater. „Wir planen weiterhin ein Caféangebot, eine Toilettenanlage sowie ein museales Angebot über die frühen wirtschaftlichen und handwerklichen Entwicklungen der Region“, sagt Brunsmeier, der dabei schon einen Zeitplan im Kopf hat: „Es wäre genial, wenn der Volmetal-Radweg und der Sessinghauser Hammer gemeinsam eröffnet werden würden!“

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