Arbeit mit Kinderbüchern steigert Lesekompetenz

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Ein rundum positives Fazit des Lesekompetenz-Förderungsprojektes „Leben lernen – Lesen lernen“ ziehen die Lehrer Bernd Ritschel, Stefanie Keuchel und Gisela Nebel zusammen mit Rotary-Präsident Christoph Gebauer. ▪

KIERSPE/MEINERZHAGEN ▪ Die Initiative wurde bereits 2003 in Aachen gestartet, im vergangenen Jahr hat sich dann der heimische Rotary-Club angeschlossen und seitdem auch an mehreren Schulen in Kierspe, Meinerzhagen und Halver das Projekt „Leben lernen – Lesen lernen“ ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Lese- und Schreibfähigkeit der Kinder zu fördern.

„Wir betrachten Bildung als einen Schlüssel zu Integration und sozialem Aufstieg in der Gesellschaft“, erklärte jetzt Rotary-Präsident Christoph Gebauer, als eine Bilanz des ersten Jahres gezogen wurde. Schwerpunkt der sozialen Förderung des Clubs sei es aus dem Grund, das Leseverständnis der Kinder zu erhöhen.

Zu diesem Zweck wurde mit Schulen und der Hochschule in Aachen zusammengearbeitet und dieses Projekt entwickelt. Bestandteil ist, dass jedes Kind der teilnehmenden Klassen ein Buch geschenkt bekommt, das dann gelesen und bearbeitet wird. Für die Lehrer gibt es ein Begleithandbuch, das äußerst ausführlich gehalten ist und eine Fülle von thematisch-didaktischen Informationen und auch Arbeitsaufgaben enthält.

Inzwischen gibt es zwei Kinderbücher im Angebot: „Spaß im Zirkus Tamtini“ von Elisabeth Stiemert, in dem es sich um ein Mädchen dreht, das gerne Clownin werden möchte, bietet sich für die dritte Klasse an und für die zweite Klasse ist gedacht „Es muss auch kleine Riesen geben“ von Irina Korschunow. Der Band handelt von einem kleinen Riesen, der einfach nicht wachsen will, deshalb aus dem Riesenreich flüchtet – und dann auf Marie trifft...

Im Rahmen einer Untersuchung, so betonte Gebauer, sei festgestellt worden, dass in den Klassen, die an dem Projekt teilgenommen haben, sich die Lesekompetenz der Schüler um 30 Prozent gesteigert habe. Außerdem erwähnte er, dass im Rahmen dieses Rotary-Projektes in ganz Deutschland inzwischen bereits mehr als 100 000 Kinder gefördert worden seien.

Ebenfalls die bei der Besprechung anwesenden Lehrer äußerten sich durchweg positiv: So berichtete der Schulleiter der Grundschule Oberbrügge, Bernd Ritschel, dass seine Lehrer die zwei Titel als „wunderbare Lektüre“ beschrieben und die Zusatzmaterialien ideal gepasst hätten, sie seien gut ausgearbeitet und zudem sehr motivierend gewesen. Die Arbeitsblätter wurden von den Pädagogen als „sehr abwechslungsreich“ bewertet und hätten „den Unterricht gut ergänzt“. Beide Bücher gefielen in Oberbrügge und fanden Lob. Für einige Schüler sei es das erste eigene Kinderbuch gewesen, wie Ritschel noch anmerkte.

Bildung als Zugang

zu sozialem Aufstieg

Es sei für viele der Kleinen schon etwas Besonderes, wenn sie richtig in einem eigenen Buch arbeiten und auch mal etwas an- und unterstreichen dürften, ergänzte Gisela Nebel von der Grundschule Auf der Wahr in Meinerzhagen. Positiv äußerte sich ebenfalls Stefanie Keuchel von der Bismarckschule in Kierspe zu dem Projekt, den beiden Büchern und dem Lehrerbegleitmaterial. Außer diesen drei Grundschulen machten schon im vorigen Jahr noch die Grundschulen Auf dem Dorfe in Halver und die Kohlberg-Grundschule in Meinerzhagen mit.

Für die Fortsetzung des Projekts hat Christoph Gebauer alle Grundschulen in den drei Städten angeschrieben und das Angebot des Rotary-Clubs unterbreitet. „Wenn alle mitmachten, hätte das Projekt einen finanziellen Umfang von 4500 Euro“, macht er aufmerksam.

Interessierte Schulen sollten sich rechtzeitig bis zum Beginn der Sommerferien Mitte Juli bei Rotary-Präsident Christoph Gebauer in Kierspe melden, damit die erforderlichen Bestellungen aufgegeben werden könnten. Dazu sei es erforderlich Schule, Klasse und die jeweilige Kinderzahl anzugeben. Am einfachsten und schnellsten, so Gebauer, sei die Meldung per E-Mail an gebauer@kanzlei-mncg.de. ▪ rh

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