Neue Straßendecken und Radarmessungen

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Die Straße Haunerbusch soll in diesem Jahr in einem Teilbereich eine neue Decke bekommen. Die Kosten betragen rund 55 000 Euro.

Kierspe - Die Padbergstraße war gleich mehrfach Thema im Ausschuss für Umwelt und Bauen am Dienstagabend. Zum einen fordern Anwohner eine Tempo-30-Zone im Bereich des Höferhofes, zum anderen soll die Straße eine Deckensanierung bekommen.

Aber auch weitere Straßen sollen in diesem Jahr saniert werden. Unter anderem die Osemundstraße und die Straße Haunerbusch in einem Teilbereich.

Anwohner aus dem Bereich Höferhof, Padbergstraße und dem Baugebiet „Westlich Höferhof“ setzen sich für eine Tempo-30-Zone in dem genannten Bereich ein, da dort viele Fahrzeuge sehr schnell unterwegs seien. Außerdem wird eine künstliche Fahrbahnverengung gefordert, um den Verkehr zu verlangsamen. Letzteres wäre nach Ansicht der Verwaltung auch ohne Probleme möglich, wenn die Straße in diesem Bereich ausgebaut wird. Diese Maßnahme soll „mittelfristig“ umgesetzt werden. Dann soll die Straße auch mit einem Bürgersteig und Beleuchtung versehen werden. Allerdings macht die Stadt darauf aufmerksam, dass ein solcher Ausbau bei den anliegenden Grundstückseigentümern eine Beitragspflicht auslösen würde.

Vorerst beschlossen die Mitglieder des Bauausschusses Geschwindigkeitsmessungen in diesem Bereich, um sich ein Bild von den tatsächlich gemessenen Geschwindigkeiten zu machen.

Als bei einem weiteren Punkt die Deckenerneuerungen im Stadtbereich vorgestellt wurden, war die Padbergstraße erneut Thema. Nach Vorstellung der Stadt soll die Straßendecke auf einer Länge von 240 Metern – von Padberg bis zur Kerspebrücke – erneuert werden.

 Für Diskussion sorgte der Streifen, der zum Schutz der Fußgänger und Radfahrer auf der Fahrbahn angebracht wurde. Die Verwaltung argumentierte, dass dieser Schutz aufgrund von Verkehrszählungen angemessen sei. Dem widersprach unter anderem Hermann Reyher (Grüne), der auf zahlreiche Fußgänger hinwies, die diese Straße an Wochenenden als Spazier- und Wanderstrecke nutzen würden. Darauf entgegnete Ordnungsamtsleiter Wolfgang Plate: „Es geht doch nicht um die Menschen, die bei 25 Grad Celsius einmal im Jahr auf der Straße zu Fuß unterwegs sind, sondern um die, die diesen Weg täglich nutzen.“ Jürgen Rothstein (FDP) fragte nach, ob nicht auf beiden Seiten ein Streifen angebracht werden könne, um die Situation auch optisch zu verdeutlichen und Fußgängern und Radfahrern auf beiden Seiten einen Schutz zu bieten. Das soll nun geprüft werden.

Deckenerneuerungen soll es auch auf der Straße Haunerbusch von der L 528 bis zum Kreisel, der Fliederstraße (restliches Teilstück), dem Birkenweg und weiteren kleinen Straßen geben. Bei der Straße Haunerbusch sprach sich die Mehrheit der Ausschussmitglieder für eine Beibehaltung der Aufpflasterung aus, die aber auch teilweise instand gesetzt werden muss. In diesem Jahr soll auch der zweite Teil der Osemundstraße in Angriff genommen werden. Wobei aufgrund des Straßenzustands und der Belastung durch den Schwerlastverkehr eine Deckenerneuerung nicht ausreicht. So werden die Kosten für das rund 290 Meter lange Teilstück rund 150 000 Euro betragen, von denen die Anwohner 50 Prozent zahlen müssen.

Johannes Becker

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