Anwohner der Berliner Straße beklagen sich über schlechte Parkmöglichkeiten

Ausschuss lehnt Anbindung ab

Parkplätze Berliner Straße - Keine rückwärtige Zufahrt
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Die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Bauen machten sich am Dienstag selbst ein Bild vom Spielplatz am Ende des Glatzer Wegs, über den keine Zufahrt zu den Häusern an der Berliner Straße gebaut wird.

„Sie sehen uns ratlos und hilflos“, fasst Christian Reppel, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Bauen, das aus Sicht der Anwohner der Berliner Straße eher unbefriedigende Ergebnis der Gespräche hinsichtlich der Parkmöglichkeiten zusammen.

Kierspe - Die Mitglieder des Gremiums hatten sich selber ein Bild von der Lage gemacht, waren zum Spielplatz am Ende des Glatzer Wegs gegangen. Dort, so lautete ein Vorschlag, sollte eine Anbindung zu den Häusern Berliner Straße 23 bis 31 gebaut werden, um die Stellplätze zu erreichen, die an den Gebäuden eingerichtet werden könnten. Dies lehnte der Ausschuss aber, um es vorwegzunehmen, einstimmig ab.

Denn die Ortsbesichtigung beziehungsweise die Gespräche mit den Anwohnern wurden wegen des starken Regens ins Pädagogische Zentrum der Gesamtschule verlegt – noch vor der offiziellen Sitzung des Gremiums. Dabei wurde von den Anwohnern auch erklärt, dass die Idee von der Zufahrt über den Glatzer Weg nicht von ihnen stamme. Vielmehr habe eine Verwaltungsmitarbeiterin damals mal gesagt, es sei die einfachste Lösung.

Abends keine Parkplätze zu finden

Nachdem nun, wie auf der Straße Haunerbusch, das alternierende Parken auf ausgewiesenen Stellflächen eingeführt worden war (MZ berichtete), wird es für einige Anwohner schwierig, einen Parkplatz zu finden. „Wir kommen spät von der Arbeit und finden keinen Parkplatz“, sagte ein Anwohner von der Berliner Straße. Und Besucher, insbesondere Senioren und Behinderte, könne man auch nicht mehr empfangen, da sie kaum so lange Fußwege zurücklegen könnten.

Nur ein Fußweg (hinten Mitte) führt zu den Häusern an der Berliner Straße (rechts und links), die über keine eigenen Stellflächen verfügen.

Oliver Knuf, Leiter des Sachgebiets, wies noch auf die Notwendigkeit der Markierung von Parkflächen am Felderhof hin. Denn vorher hätte sehr oft Auto an Auto geparkt, sodass zwar noch ein Pkw hindurch kam, jedoch kaum ein Rettungswagen oder die Feuerwehr. Gleichzeitig machte Knuf deutlich, dass es nicht Aufgabe einer Kommune sei, für Parkplätze zu sorgen. Gleichwohl werde man vier zusätzliche Stellflächen „herausholen“ und zwar auf der Berliner- wie auf der Danziger Straße. Zwei weitere Parkplätze könnten, so der Vorschlag von UWG-Ratsherr Clemens Wieland, im Bereich zwischen Wendehammer Glatzer Weg und dem Spielplatz markiert werden.

Mit Bauverein sprechen

Warum, so ein Vorwurf, die Grundstücke für Stellflächen von der Stadt seinerzeit nicht an die Hausbesitzer, sondern anderweitig verkauft worden waren, musste unbeantwortet bleiben. Es liegt zu weit zurück. Nicht nur FDP-Ratsherr Armin Jung schlug vor, dass die Verwaltung in Person von Stadtplaner Rainer Schürmann mit dem Bauverein, dem er angehöre, spreche. Der Verein, der nach Angaben der Anwohner einen Verkauf von Teilen seines Grundstücks dort abgelehnt habe, könnte Garagen bauen und diese dann vermieten. Dies würde sich angesichts von niedrigen Zinsen und folgenden Mieteinnahmen rentieren.

Letztlich wurde dieser Vorschlag, mit dem Bauverein zu reden, in den Beschluss mit aufgenommen, ebenso die Markierungen von sechs zusätzlichen Stellflächen. Denn die rückwärtige Zufahrt zu den Häusern an der Berliner Straße entlang des Spielplatzes wurde vom Ausschuss als nicht sinnvoll angesehen. Und über das Thema „Parkausweise“ wurde gar nicht weiter diskutiert, nachdem Knuf deutlich gemacht hatte, dass jeder Haushalt nur einen erhalten könnte, Familien aber zumeist zwei Fahrzeuge hätten. Damit wäre das Problem nicht gelöst.

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