„Netto“ sorgt für Unbehagen

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Der alte Dornseifer-Markt in Kierspe-Dorf wird mit schwerem Gerät dem Erdboden gleich gemacht, um Platz für den neuen „Netto“ zu schaffen.

Kierspe -  Seit knapp drei Wochen laufen die Bauarbeiten für den neuen „Netto“ in Kierspe-Dorf. Während sich der Bagger beim Abriss des alten Dornseifer-Marktes durch den Beton frisst, um Platz für den neuen Discounter zu schaffen, äußern Bürger im anliegenden Wohngebiet Luiseneiche gegenüber der MZ Bedenken an der geplanten Verkehrsführung.

Von Martin Meyer

Momentan genießen die Anwohner der Luiseneiche die „wohltuende Ruhe“ in ihrer Straße, die von der Schmiedestraße (Kreisstraße) aus wegen der Bauarbeiten nicht mehr zu erreichen ist. Fahrzeuge müssen den Weg über die Goethestraße nehmen, um ins Wohngebiet zu gelangen. Doch befürchtet man dort, dass es mit dieser Ruhe bald vorbei sein könnte. Die neue Verkehrsführung, die im Zuge der Errichtung des „Nettos“ entstehen soll, sorgt bei den Bürgern für Unbehagen.

Die Pulverstraße wird verbreitert und zur Einbahnstraße – da schlagen bei den Bürgern die Alarmglocken. Von der Kreisstraße aus ist die Pulverstraße zukünftig nur noch in Richtung Luiseneiche befahrbar und steht damit für den abfließenden Verkehr vom Parkplatz des „Nettos“ nicht zur Verfügung. Bliebe der Anschluss des Teilstücks der Luiseneiche zur Kreisstraße gesperrt, dann müssten die Marktbesucher durch das Wohngebiet und die Goethestraße den Weg zurück auf die Kreisstraße nehmen. Die Anwohner befürchten dadurch ein höheres Verkehrs- und Lärmaufkommen.

Dieses Szenario wird aber nicht eintreten, sagt Rainer Schürmann, Sachgebietsleiter Bauverwaltung und Planung bei der Stadt. „Der Markt bekommt eine eigene Zu- und Abfahrt über das Teilstück der Luiseneiche zur Kreisstraße. Die Durchfahrt ins Wohngebiet wird durch eine entsprechende Absperrung verhindert“, so der Stadtplaner. In der Luiseneiche soll zudem in Höhe der Einmündung zur Pulverstraße eine Wendemöglichkeit geschaffen werden. Diese diene laut Schürmann dazu, dass alle Anwohner aus der entstandenden Sackgasse in der ehemaligen Einmündung Luiseneiche/Pulverstraße das Wohngebiet in Richtung Goethestraße verlassen können.

Durch die neue Ausfahrt des „Nettos“ wittern die Bürger allerdings eine Gefahrenstelle: Da der Verkehr aus dem Dorf an der Kreuzung Luiseneiche/Kreisstraße nur schwer einzusehen sei, könnten hier viele Unfälle passieren. Diese Befürchtung teilt Schürmann nicht. Die Kreuzungssituation ändere sich durch die neue Ausfahrt nicht, so der Leiter der Bauverwaltung. Zwar rechne er mit einem höheren Verkehrsaufkommen. Der Stadtplaner kann die Anwohner in Kiersepe-Dorf aber beruhigen: Ein Unfallschwerpunkt werde durch die neue Verkehrsführung nicht geschaffen.

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