Anwohner gegen Bauvorhaben „Lerchenweg“

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Bei drei Enthaltungen und fünf Gegenstimmen fasste der Rat der Stadt Kierspe am Dienstag den Aufstellungsbeschluss zum Baugebiet „Lerchenweg“ – trotz des Protestes einiger Anwohner.

Kierspe - Geht es nach dem Willen der Verwaltung und einem Großteil der Kommunalpolitiker, wird schon bald im Großraum Lerchenweg ein Baugebiet für Einfamilienhäuser entstehen. Bei drei Enthaltungen und fünf Gegenstimmen stimmte der Rat am Dienstag für die Einleitung des Verfahrens zur Aufstellung des Bebauungsplans.

Allerdings ist bei weitem nicht jeder mit den Plänen einverstanden, die in der vergangenen Woche im Bau- und Planungsausschuss vorgestellt wurden. Einige Anwohner des Lerchenwegs machten daher am Dienstagabend ihren Bedenken ihm Rahmen der Stunde der Öffentlichkeit Luft.

Das geplante Baugebiet sei kontraproduktiv für die Entwicklung der Stadt Kierspe hieß es seitens Peter Pietschmann, der für die Lerchenweg-Anwohner sprach.

Und weiter: Das Vorhaben stelle die zu erwartende Bevölkerungsentwicklung der Stadt Kierspe absolut falsch dar. Die Inanspruchnahme von unbebauten Flächen am Stadtrand schwäche die im Rahmen der Regionale 2013 begonnene Innenentwicklung der Stadt.

"Ersatzneubau an verschiedenen Stellen wäre bessere Lösung"

Ferner sei die von den Investoren vorgebrachte Argumentation, man könne durch die Realisierung des Baugebiets hochwertige Baugrundstücke am Markt platzieren und auf diese Weise zahlungskräftiges Klientel nach Kierspe leiten, nicht belegbar, so die Meinung der Anwohner.

„Sofern die angesprochene Klientel tatsächlich in Kierspe anlandet, dann steht eine Vielzahl von bereits erschlossenen Grundstücken im Stadtgebiet zur Verfügung. Ebenso wäre durch Ersatzneubau an verschiedenen Stellen ebenfalls eine betriebs- und volkswirtschaftlich bessere Alternativlösung vorhanden.“

Ebenfalls spreche die noch nicht gesicherte verkehrliche und technische Erschließung gegen ein Baugebiet am Lerchenweg. Die Anwohner werfen Politik und Verwaltung in ihrer Stellungnahme zudem vor, dass das Vorhaben kein kommunales Interesse, sondern ausschließlich ein privates Einzelinteresse darstelle.

Dem Bitten der Anwohner, den Aufstellungsbeschluss nicht zu fassen, kam der Rat am Dienstag dann aber nicht nach.

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