CDU: Bürger können Radwege selbst bauen

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Kiersper Radwege in Eigenarbeit bauen? Diesen Vorschlag macht Markus Pempe (CDU).

Kierspe - Dass sich zahlreiche Kiersper Radwege wünschen, belegt die Unterschriftenliste der FDP. Mit dieser untermauerte die Fraktion ihren Antrag „Radfahren in Kierspe“. Doch jetzt hat Markus Pempe (CDU) in die Pedalen getreten und die Liberalen überholt. Er schlägt vor: Lasst die Bürger selbst Radwege bauen.

Von Matthias Clever

Radwege kostengünstig selber bauen – mit Bürgerengagement: Das ist die Idee des Modellprojektes Bürgerradwege, die das Ratsmitglied nun für Kierspe ins Spiel gebracht hat. „Ich würde selbst sofort die Schippe schwingen“, sagt Markus Pempe. Der Christdemokrat berichtet, dass vor allem im Münsterland solche Projekte bereits realisiert worden seien. „Ich bin eine von den 166 Personen, die die Unterschriftenliste der FDP unterschrieben haben, weil ich es wichtig finde, dass es in Kierspe Radwege gibt.“

Die Liberalen fordern folgende Punkte in ihrem Antrag, der in der kommenden Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Bauen behandelt werden soll:

- Das Stadtgebiet zu untersuchen, an welchen Stellen mit einfachen Mitteln ein möglichst durchgängiges Radwegenetz herzustellen ist.

- Radfahren verhindernde Schilder (Fußweg) weitestgehend zu entfernen und wo nötig durch kombinierte Fußweg-Radweg-Schilder zu ersetzen und Einbahnstraßen für Radfahrer in beide Richtungen zu öffnen.

- Als ersten Schritt einen durchgängigen Radweg vom Bahnhof/Volmeradweg über das GSK-Gelände bis ins Kerspetal anzulegen.

Um diese Ideen umzusetzen, sollen die erforderlichen Mittel nach und nach in den Haushalt eingestellt werden. „In Kierspe werden sich voraussichtlich nie so viele Radfahrer bewegen, dass sich ein komplett separates Radwegenetz rentieren würde. Aber sichere Radwege sind auch mit einfachen Mitteln herzustellen“, schreibt der FDP-Fraktionsvorsitzende Armin Jung in seinem Antrag.

Mit einfachen Mitteln will auch Markus Pempe erreichen, dass Radwege in Kierspe gebaut werden. Welche Vorteile Kierspe von Bürgerradwegen haben könnte, machte der Ratsherr am Beispiel Billerbeck im Münsterland deutlich. Dort schlossen sich Bürger zusammen, um selbst Hand für einen Radweg an zu legen.

Während die Stadt die Kosten trägt und für den notwendigen Grunderwerb sorgt, bezuschusst das Land NRW das Projekt mit 50 000 Euro. Außerdem steht die Regionalniederlassung des Landesbetriebes „Straßen.NRW“ Münsterland mit sachkundigem Rat und Ausführung zur Seite, die Bürger bauen und Koordinator ist der örtliche Schützenverein.

Einen konkreten Antrag für Bürgerradwege in Kierspe gibt es noch nicht. Markus Pempe informierte die anderen Fraktionen in einem Schreiben allerdings über die Möglichkeiten.

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