Anliegerversammlung der Stadt Kierspe

Erschließung der Straße Bordinghausen: Kosten für die Anwohner

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Die Straße Bordinghausen soll ausgebaut werden. Für die Anwohner bedeutet das, dass sie mit hohen Kosten für diese Baumaßnahme rechnen müssen.

Kierspe - Sehr groß war das Interesse an der Versammlung für die Anwohner der Straße Bordinghausen, zu der die Stadt Kierspe eingeladen hatte. Es ging um die Ersterschließung der Straße und die damit verbundenen Kosten. Kein Wunder, dass der Ratssaal drohte, aus allen Nähten zu platzen.

Lebhaft aber sachlich ging es die rund zwei Stunden im Ratssaal zu. Bürgermeister Frank Emde stand zusammen mit Rolf Wagner vom Planungsbüro, Sachgebietsleiter Helmut Heidemann (Tiefbau), Rainer Schürmann, Leiter des Sachgebietes Bauverwaltung und Planung, Oliver Knuf, Leiter des Sachgebietes Ordnung, sowie dem Sachbearbeiter Klaus Müller Rede und Antwort. Das war nicht immer ganz einfach, ging es doch um eine eventuelle 90-prozentige Beteiligung an den anfallender Erschließungskosten in einer voraussichtlichen Gesamthöhe von etwa 600 000 Euro.

Ein großer Streitpunkt war die im ersten Bauabschnitt geplante Straßenbreite, die mit sechs Metern den Mindestanforderungen des Bundesbaugesetzes entspricht. Auch eine eventuelle Anbindung an das Neubaugebiet und an eine Umgehungsstraße machte den Anliegern Sorge. Diese Sorge konnte Bürgermeister Frank Emde den Anwohnern nehmen: „Wir planen nicht, für eine Umgehungsstraße entsprechende Vorkehrungen zu treffen.“

Was die Straßenbreite angeht, so gab Oliver Knuf zu bedenken, dass neben den parkenden Autos eine Restfahrbahnbreite von 3,05 Meter vorhanden sein muss. „Jetzt kann man an den parkenden Autos nur vorbei, weil die Fahrbahn nicht eingefasst ist.“ Als Vorschlag aus der Anwohnerschaft kam, die Straße als Einbahnstraße oder Anliegerstraße auszuweisen. Auch boten die Anlieger an, ein Parkkonzept zu erarbeiten und der Verwaltung vorzulegen.

Interessiert verfolgten die Anwohner der Straße Bordinghausen die Planungen der Verwaltung auf dem Monitor.

Die Sorge der Anwohner war aber in erster Linie, an den Kosten für die Erschließung beteiligt zu werden. Da diese Straße bislang keine Ersterschließung erfahren hat, kämen hohe Kosten auf die Anwohner zu. Die bezifferte der Sachbearbeiter Klaus Müller mit voraussichtlich 14,30 Euro pro Quadratmeter bei eingeschossiger Bauweise, auf 17,85 Euro bei zweigeschossiger und auf 21,46 Euro bei dreigeschossiger Bauweise.

Zum Ende der Versammlung einigten sich die Parteien darauf, dass die Anlieger einen umsetzbaren eigenen Vorschlag der Verwaltung einreichen.

Wie geht es nun weiter? Im November kommen die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Bauen zu ihrer nächsten Sitzung zusammen, um sich mit dem Thema zu beschäftigen. „Es steht nicht morgen der Bagger da“, so Bürgermeister Emde und will damit sagen: Es ist ausreichend Zeit da, um über andere Konzepte nachzudenken.

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