Anliegerversammlung zur Pulverstraße

Der Übergang von Pulverstraße zur Luiseneiche soll nach Vorstellung der Stadt mit Pollern abgebunden werden.

Kierspe - Zwei Möglichkeiten, zwei Meinungen: Die Einbahnstraßenregelung auf der Pulverstraße in Kierspe-Dorf soll aufgehoben und im Zuge dessen der Anschluss zur Luiseneiche mit Pollern abgebunden werden. Das passt nicht jedem. Doch eine Entscheidung muss her. Am kommenden Mittwoch kommen die Anwohner zu Wort.

Durch den Neubau des Nettomarktes in Kierspe-Dorf ist die Einmündung von der Kreisstraße 2 zur Straße Luiseneiche entfernt worden und eine neue Einmündung von der Kreisstraße 2 auf die Pulverstraße entstanden. Diese ist allerdings ausschließlich von der Kreisstraße zu befahren. Die Gegenrichtung ist von der Luiseneiche aus ab dem Haus mit der Nummer 18 für Verkehrsteilnehmer gesperrt.

Eingerichtet worden war diese Einbahnstraßenregelung nach Fertigstellung des Nettomarktes Anfang April dieses Jahres, weil laut Aussage der Stadt die Sichtverhältnisse an dieser Stelle nicht ausreichend geklärt waren. Man befürchtete, dass es bei der Ausfahrt auf die Kreisstraße zu Unfällen kommen könnte.

Viele Anlieger der Pulverstraße und der Luiseneiche stellt die Verkehrsregelung allerdings vor Probleme beziehungsweise hinzunehmende Umwege. Denn wer von dort aus in Richtung Schmiedestraße oder die K 2 talwärts fahren möchte, muss „außen rum“ über die Friedrich-Ebert-Straße oder die Goethestraße. „Beobachtungen vor Ort haben ergeben, dass das Durchfahrverbot häufig ignoriert wird“, berichtet nun die Stadt und möchte reagieren.

Gemeinsam mit dem Straßenverkehrsamt des Märkische Kreises und der Kreispolizeibehörde habe die Stadt Kierspe nun eine „für alle Verkehrsteilnehmer bessere und vor allem sicherere Regelung erarbeitet.“

Die nochmalige Überprüfung der Sichtverhältnisse habe ergeben, dass nun keine Bedenken mehr bestehen, eine „geringe Anzahl an Fahrzeugen“ von der Pulverstraße auf die Kreisstraße 2 einbiegen zu lassen. Ordnungsamtsmitarbeiterin Monika Hofmann: „In der Theorie sah es so aus, dass es Probleme mit der Sicht geben könnte.“ In der Praxis aber habe sich gezeigt, dass die Ausfahrt auf die Kreisstraße weniger problematisch sei.

Wenn die Pulverstraße allerdings für beide Fahrtrichtungen geöffnet wird, wird in Höhe des neuen Wendeplatzes die Durchfahrt zur Luiseneiche mittels Pollern abgebunden – „Für den Schutz aller Verkehrsteilnehmer“, heißt es seitens der Stadt. Befahrbar ist die Pulverstraße dann nur noch für Anlieger. „Ohne die Poller“, erläuterte Olaf Stelse, Beigeordneter der Stadt Kierspe, „würde der Verkehr auf der Pulverstraße enorm zunehmen.“

Zwei Möglichkeiten der Verkehrsführung bringen allerdings auch zwei Meinungen mit sich. „Es hat Beschwerden in der Vergangenheit gegeben. Und auch die neue Möglichkeit kommt nicht bei jedem gut an“, sagte Stelse auf Anfrage unserer Zeitung. Eine dritte Möglichkeit, nämlich die Pulverstraße in beide Richtung für den Verkehr zu öffnen und die Poller nicht zu errichten, kommt laut Stelse aber definitiv nicht in Frage.

Um den Bürger in die Entscheidungsfindung mit einzubinden, findet am Mittwoch, 21. Oktober, ab 18 Uhr im Ratssaal eine Anliegerversammlung statt. Eine abschließende Entscheidung soll in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Bauen am 11. November getroffen werden.

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