Neues Argument pro B 54n

Angela Freimuth und Bodo Middeldorf suchen Gespräch mit Verwaltungsspitze

+
In zwei bis fünf Jahren soll die Linienführung für den Lausebergaufstieg (B 54n) gefunden worden sein. Dann wird feststehen, ob die Umgehungsstraße im Bereich des Hammerkamps (links) oder weiter in Richtung Sankel verlaufen wird.

Kierspe - Anfang des vergangenen Jahres wurde die B 54n – vielfach auch Lausebergaufstieg genannt – in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen. Dass eine Entlastung der Kölner Straße und dort insbesondere der Brücke über die Volme notwendig ist, davon überzeugten sich am Montag Landtagsabgeordnete Angela Freimuth und Bodo Middeldorf, verkehrspolitischen Sprecher der FPD-Landtagsfraktion.

Zusammen mit den Kiersper Liberalen Armin Jung, Jens Peter Lück und Nils Dietrich suchten die beiden FDP-Politiker das Gespräch mit Bürgermeister Frank Emde, dem Beigeordneten Olaf Stelse und Planer Rainer Schürmann. Dabei machte Angela Freimuth gleich deutlich, dass sie nicht als Vize-Präsidentin des Landtags in Düsseldorf, sondern als Wahlkreisabgeordnete nach Kierspe gekommen war.

Sie erfuhr ebenso wie der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag ein neues Argument, warum die Kölner Straße entlastet werden muss: Die Straße ist zwar als Ausweichstrecke für den Schwerlastverkehr ab 40 Tonnen ausgewiesen, doch nicht so die Brücke über die Volme nahe dem Eisenbahnviadukt.

Das Thema Umgehungsstraße stand im Mittelpunkt der Gespräche zwischen den FDP-Landtagsabgeordneten und der Kiersper Verwaltungsspitze sowie den Liberalen.

Außerdem müsse man angesichts der Sanierungen der Autobahnbrücken der A 45 die Bundesstraße 54 und weiter die Kölner Straße (B 237) als Umgehungsstraßen sehen. Middeldorf und Freimuth konnten den Verwaltungsspitzen versichern, dass es bei der Planung bleibt, die vor den Wahlen schon vorgestellt worden war: Anfang des nächsten Jahres wird mit der Planung für die Umgehungsstraße B 54n begonnen.

Dabei werde man aber die Bürger frühzeitiger beteiligen. Schon Mitte oder Ende des kommenden Jahres sollen erste Dinge des Projekts vorgestellt werden. Gleichwohl werde man für die Linienfindung der Umgehungsstraße zwischen zwei und fünf Jahren benötigen. Eine vernünftige abgewogene Planung sei die Grundlage, so Bodo Middeldorf, um alle Eventualitäten zu berücksichtigen und sich beispielsweise vor Klagen zu schützen.

Daher sei er auch gegen ein schnelleres Vorgehen, machte der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion deutlich. Bürgermeister Frank Emde betonte in diesem Zusammenhang noch einmal die Wichtigkeit der Entlastung der Kölner Straße und erinnerte an die Vorstellung des Konzepts Entwicklungsachse Kamperbach, das auch die Idee enthält, den Verkehr ganz aus der unteren Hälfte der Kölner Straße herauszubekommen.

Was natürlich nur funktionieren kann, wenn es eine Umgehungsstraße und damit eine Verbindung der Bundesstraße 54 und der Landesstraße 528 gibt. Derzeit rollt der meiste Verkehr über Kölner und Friedrich-Ebert-Straße.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare