Schlägerei auf Party mit ungebetenen Gästen

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Kierspe - Was als fröhliche Geburtstagsparty begann, endete in einer Schlägerei und für einen der Beteiligten auf der Anklagebank des Amtsgerichts Meinerzhagen. Gefährliche Körperverletzung lautete der Vorwurf. Gefährlich, weil der 22 Jahre alte Angeklagte mit einem anderen gemeinschaftlich auf das Opfer eingeschlagen und -getreten haben soll.

Die Geburtstagsfeier der Gastgeberin fand am 5. März in einem Jugendheim in Kierspe statt. „40 meiner engsten Freunde hatte ich eingeladen. Am Ende waren es um die 100“, berichtete die 18-Jährige im Zeugenstand. Da war es schwer, den Überblick zu behalten. Den Angeklagten kannte sie gar nicht. 

Und so konnte die Frau auch nichts zu dem Vorfall an der Theke sagen. Dort, so die Anklageschrift, war der 22-Jährige mit einem anderen Gast aneinandergeraten und hatte seinem Gegenüber schließlich durch einen kräftigen Schlag ins Gesicht das Nasenbein gebrochen. Zudem erlitt das Opfer eine Platzwunde an der Augenbraue. 

Er sei mehrfach vom Opfer angerempelt worden. Das habe ihn genervt und er wollte ihn zur Rede stellen, erklärte der Angeklagte. „Das hat offenbar eine Bombe beim Nebenkläger (Opfer) gezündet“, warf der Verteidiger ein. Der Mann sei auf seinen Mandanten losgegangen. Da habe der Angeklagte ein oder zweimal zugeschlagen, um sich zu wehren. 

Die beiden Männer hätten sich Kopf an Kopf gegenübergestanden, berichtete ein Augenzeuge. Der Geschädigte habe den Angeklagten dann weggeschubst, woraufhin der 22-Jährige zugeschlagen hätte. Als das Opfer bereits am Boden gelegen habe, hätten der Angeklagte und ein zweiter Angreifer weiter auf den Geschädigten eingetreten. „Es war recht heftig“, sagte der Zeuge aus. 

Es sei eine typische, unter Jugendlichen entstehende Streitigkeit gewesen, niemand scheint auf eine Schlägerei aus gewesen zu sein, fasste der Richter das Geschehen auf der Party zusammen. Der Nebenkläger hoffte auf ein Schmerzensgeld in Höhe von 2000 Euro. So viel wurden es am Ende nicht. Aber: Der Richter stellte das Verfahren gegen den Angeklagten vorläufig mit der Auflage ein, 1000 Euro an das Opfer zu zahlen.

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