Jetzt droht Untersuchungshaft

Angeklagter bleibt Prozess fern

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Gericht (Symbolfoto)

Kierspe – Ein Vorsitzender Richter, zwei Schöffen, zwei Verteidiger, ein Bewährungshelfer, ein Zeuge und eine Protokollführerin sind bei einem der wenigen noch laufenden Strafverfahren im Amtsgericht Lüdenscheid weitgehend unter sich geblieben.

Ein 43-jähriger Angeklagter aus Kierspe hielt es offenbar nicht für nötig, sich dem Vorwurf eines „Diebstahls mit Waffen“ zu stellen, an dem er in Halver beteiligt gewesen sein soll. Immerhin erschien sein 26-jähriger Mitangeklagter aus Plettenberg. Doch Richter Thomas Kabus hielt es nicht für sinnvoll, nur gegen diesen zu verhandeln und setzte die Verhandlung vorläufig aus.

Gegen den Angeklagten aus Kierspe unterschrieb er einen Haftbefehl, der dessen Erscheinen zum nächsten Termin sicherstellen soll. Wann dieser stattfinden wird, ist noch unklar. Es könnte also sein, dass der 43-Jährige eine Weile in der Untersuchungshaft schmoren muss, bevor es einen erneuten Termin geben wird.

Neben dem Angeklagten wurden auch zwei Zeuginnen vermisst. Selbst wenn es eine coronabedingte 15- Kilometer-Bewegungseinschränkung gibt, wäre diese kein Grund, der Ladung zu einer Gerichtsverhandlung nicht zu folgen, erklärte Thomas Kabus. Gegen die beiden säumigen Zeuginnen wurde deshalb ein Ordnungsgeld von jeweils 100 Euro verhängt. Neuer Termin von Amts wegen.

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