Gute Noten für den sozialen Dienst „Rat und Tat“

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Rat-und-Tat-Geschäftsführer Ralf Ullrich (links) und Pflegedienstleiter Axel Stüttem freuen sich über die gute Benotung des MDK.

Kierspe - Mit der Note 1,9 des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) liegt der soziales Dienst „Rat und Tat“ von Ralf Ullrich zwar leicht über dem Landesdurchschnitt, doch Ullrich ist zufrieden, dass es überhaupt eine Note gab.

Da sein Dienst anders aufgebaut ist als klassische Pflegedienste und völlig andere Schwerpunkte setzt, passte er anfangs gar nicht in das Bewertungsschema des MDK. Und auch jetzt wurde die Note zwar an den Dienst in Kierspe übermittelt, aber nicht veröffentlicht. Ursache dafür ist das Kriterium, dass fünf Kunden einer Befragung zustimmen müssen. Doch bei Ullrich haben sich nur vier dazu bereiterklärt. Die haben jedoch Antworten gegeben, die den MDK veranlasst haben, in dem Punkt „Befragung“ „Rat und Tat“ eine glatte 1,0 zu geben. Der Dienst, der erst seit wenigen Jahren auf dem Markt ist, sieht seinen Schwerpunkt in der Grundpflege und in hauswirtschaftlichen Dienstleistungen wie Einkaufen, Wohnungsreinigung, Wäschewaschen und der individuellen Betreuung. Darüber hinaus gibt es Unterstützung für behinderte Menschen und die individuelle Betreuung für Menschen, die in ihrer Alltagskompetenz eingeschränkt sind. Hinter dem sperrigen Begriff verbirgt sich beispielsweise eine Demenzerkrankung.

Außerdem gibt es noch einen Hausmeisterservice und die Möglichkeit der betrieblichen Gesundheitsförderung, bei der mit heimischen Unternehmen zusammengearbeitet wird.

Betreut werden von dem sozialen Dienst inzwischen 28 Menschen. Dazu stehen acht Mitarbeiter und Geschäftsführer Ralf Ullrich bereit.

„Mittlerweile gibt es auch immer mehr Nachfragen von älteren Menschen ohne Pflegestufe nach Unterstützung im Alltag. Gefragt sind dann individuelle Lösungen, die sich am sozialen Umfeld und der Wohnsituation orientieren“, so Ullrich, der aber auch noch ganz andere Pläne hat. Der Rat-und-Tat-Geschäftsführer möchte in Zukunft auch eine „Wohnform“ für demenziell erkrankte Menschen anbieten. Gemeinsam mit dem „Landesbüro altengerechtes Quartier“ hat er sich dabei an einer Ausschreibung des Bundesgesundheitsministeriums zum Thema „Neue Wohnformen“ beworben. Außerdem ist er noch auf der Suche nach Investoren. - Johannes Becker

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