Andreas Koch und Carismo begeistern Publikum

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Im zweiten Teil spielten und zauberten Andreas Koch und Carismo gemeinsam auf der kleinen Bühne in der Margarethenkirche.

Kierspe - Martin Bukovsek, Künstlername Carismo, und Andreas Koch: Der eine zaubert klassisch mit Spielkarten und Ringen; der andere zaubert auf den Saiten seiner Gitarre. Der eine nutzt seine Fingerfertigkeit für gewagte Akrobatik; der andere für die Interpretation anspruchsvoller Gitarrenmusik.

Zusammen überraschten und begeisterten sie am Samstagabend unter der Überschrift „Solo für zwei“ die gut 100 Gäste mit einem ungewöhnlichen Auftritt in der Margarethenkirche.

Für den Verein für Kommunikation und Kultur (KuK) begrüßte Fritz Schmid eingangs das Publikum und die Künstler. Er stand dabei vor einem pechschwarzen Vorhang, der das Kirchenschiff vom Altarraum trennte und ein bestimmendes Element des ersten Programmteils war. Hierbei war nur Carismo mehr oder weniger gut zu sehen. Andreas Koch befand sich, für das Publikum verborgen, mit seinen Gitarren auf dem Oberboden des Altarraums und begleitete von dort die Aktionen des Artisten.

Zum Einzug Carismos – gekleidet im dunklen Gewand und mit einer hell leuchtenden Kerze in der Hand – intonierte der Kiersper Gitarrist das Stück „Martinuslicht“ von Johann Hieronymus Kapsberger. Trotz des ungewöhnlichen Spielorts stimmte die Akustik und die warmen, weichen Gitarrenklänge füllten sanft die Kirche. Es folgten Gedanken über die Liebe, vorgetragen von Carismo und anschließend von ihm anrührend im Zusammenspiel zweier Pfauenfedern dargestellt.

„Hinter dem Dunkel“ war der nächste Musikblock mit Werken von Llobet, Mangoré und Ponce betitelt. „Ich will mit der Dunkelheit spielen und das Publikum dabei mit einbeziehen“, erklärte Carismo seine zauberhafte Schwarzlichtschau mit Tüchern, Ringen und Masken.

Den zweiten Teil des Programms gestalteten Andreas Koch und Martin Bukovsek gemeinsam bei vollem Licht auf der kleinen Bühne vor dem Altar. Unter der Überschrift „Metamorphose“ hörten die Gäste Gitarrenmusik aus Renaissance und Barock. Neuzeitlicher waren am Schluss die „Drei Valses aus Feuilles d’Automne“ von Napoleon Coste. Andreas Koch spielte sie auf einem wertvollen Instrument aus der Zeit um 1840. Von Carismo gab es zeitgleich einige verblüffende Zaubertricks zu sehen.

Am Ende eines besonderen Kulturabends gab es zum Thema „Bach Paraphrase/Getanztes Gebet“ musikalisch vier Werke von Johann Sebastian Bach zu hören. Hier zeigte Andreas Koch erneut sein großes Können, während der begleitende Artist den Höhepunkt seines Auftritts nur mittels Videoeinspielung auf einer Leinwand präsentieren konnte. Zwar war in der Kirche das Vertikaltuch an der Zwischendecke befestigt worden – nutzen konnte es Carismo aber nicht. Seitens des Bauträgers gab es Bedenken, dass das Turnen am Tuch die Deckenkonstruktion beschädigen könnte. So sahen die Besucher die atemberaubende Artistik nur in einer Aufzeichnung aus der Marienkirche in Großenhain bei Dresden. KuK als Veranstalter hatte in der Konzertpause schon auf diese Notlösung reagiert und allen Besuchern als kleine Entschädigung Freigetränke spendiert.

Trotz der Improvisation war der Schlussapplaus für die beiden Künstler riesig. Artist Martin Bukovsek bedankte sich mit einer zauberhaften Zugabe. Andreas Koch stellte mit „11 and 13 Strings Xmas“ kurz seine brandaktuelle CD vor. Die Musik darauf, so der Künstler, sei eine ideale Begleitung zur bevorstehenden Advents- und Weihnachtszeit, enthalte aber auch einige der Werke aus dem aktuellen Konzertprogramm.

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