Tierquälerei: Kiersper zu Geldstrafe verurteilt

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Das Amtsgericht Lüdenscheid sprach eine Geldstrafe wegen Tierquälerei aus

Kierspe - Ein Tier war wohl nicht das Richtige für einen 24-jährigen Kiersper. Weil der Mann mit seinem Hund angeblich nicht aus dem Haus wollte, soll er ihn nicht gefüttert und ihm nichts zu trinken gegeben haben.

Die Logik scheint einigermaßen erschütternd gewesen zu sein: Wer nicht isst und trinkt, muss auch nicht Gassi gehen, um ein „Geschäft“ zu machen. Außerdem sei der Hund an eine Heizung gekettet gewesen, listete die Anklage der Staatsanwaltschaft einen weiteren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz auf.

Ein Tierarzt des Märkischen Kreises hatte den Hund bei einer Wohnungsdurchsuchung sichergestellt und zunächst in einem Tierheim untergebracht. Er erstellte ein Gutachten über den Zustand des wohl schon recht abgemagerten Tieres. Dem 24-jährigen wurde daraufhin ordnungsrechtlich verboten, ein Tier zu halten.

Angeklagter kommt nicht zur Verhandlung

Auch strafrechtlich sollte sich der Kiersper gestern im Amtsgericht Lüdenscheid wegen eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz verantworten: Doch der Angeklagte erschien nicht zur Verhandlung. So erließ Richterin Kristina Thies einen Strafbefehl: 120 Tagessätze zu je 15 Euro soll der 24-Jährige zahlen. Gegen diesen schriftlichen Urteilsvorschlag und eine Geldbuße von immerhin 1800 Euro kann er sich jedoch noch juristisch wehren.

Dem Hund, einem erst einjährigen Rüden, soll es dem Vernehmen nach nun besser gehen. Er hält sich nicht mehr im Tierheim auf und konnte offenbar an neue Besitzer vermittelt werden.

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