Letzte Chance für einen 21-Jährigen

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Symbolbild

Kierspe/Meinerzhagen - Es war eine letzte Chance, die der Jugendstrafrichter dem 21-jährigen Angeklagten im Amtsgericht Meinerzhagen in dieser Woche gab. Bereits zweimal war der Mann in der Vergangenheit wegen unerlaubten Besitzes von Drogen auffällig geworden.

„Jetzt sitzen Sie wieder hier“, brachte der Vorsitzende sein Unverständnis ganz deutlich zum Ausdruck. Der Kiersper war am 15. Juni vergangenen Jahres in Lüdenscheid feiern gewesen und dabei unangenehm aufgefallen. Polizisten erteilten dem Mann daraufhin ein Platzverbot. Das ignorierte der 21-jährige junge Mann allerdings, was einen Aufenthalt im Polizeigewahrsam nach sich zog.

Dort durchsuchten die Beamten den Angeklagten und stießen in dessen Geldbörse auf insgesamt 0,42 Gramm Amphetamin. „Ich weiß nicht, wo das herkam“, erklärte der Kiersper bei der Verhandlung vor dem Amtsgericht. Überhaupt könne er sich an die besagte Nacht kaum noch erinnern. Kein Wunder in Anbetracht von 2,26 Promille.

Da der Angeklagte, der nach dem unverschuldeten Verlust seiner Ausbildungsstelle gerade eine neue Lehre angefangen hat und angab, nicht drogenabhängig zu sein, einen guten Eindruck auf den Richter machte, stellte der das Verfahren vorläufig gegen eine Zahlung von 250 Euro ein. „Dabei gehe ich davon aus, dass wir uns hier das letzte Mal gesehen haben“, gab der Richter dem Mann noch mit auf den Weg.

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