Kiersper baut mit drei Promille Unfall

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Ein 20 Jahre alter Kiersper stand wegen Trunkenheitsfahrt und Unfallflucht vor dem Amtsrichter.

Kierspe - Ursprünglich hatte ein 20 Jahre alter Mann aus Kierspe vor, am 15. Oktober vergangenen Jahres mit dem Taxi von einer Party nach Hause zu fahren. Aus unerklärlichem Grund setzte er sich allerdings ans Steuer seines Wagens – mit mehr als drei Promille Alkohol im Blut.

Auf dem Schweriner Weg kam es zu einem Unfall. Der Mann streifte ein parkendes Fahrzeug. Dabei entstand ein Fremdschaden von 1033 Euro. Anstatt die Polizei zu alarmieren und am Unfallort zu warten, fuhr der Kiersper einfach weiter.

Unbemerkt blieb der Vorfall dennoch nicht. Ein anderer Verkehrsteilnehmer hatte den Unfall beobachtet und den 20-Jährigen erkannt. Währenddessen hatte der Gastgeber der Party die Polizei verständigt. Denn: „Er hat viel getrunken und ist dann gefahren“, berichtete der Gastgeber am Dienstag im Zeugenstand des Meinerzhagener Amtsgerichts. Dort musste sich der Unfallverursacher wegen Straßenverkehrsgefährdung verantworten. Er erklärte, sich nur noch an die Party zu erinnern. Warum er dann mit seinem Auto statt mit dem Taxi gefahren war, wisse er nicht. Auch an die Fahrt und den Unfall könne er sich nicht mehr erinnern.

Sein Verteidiger sprach von einem „totalen Filmriss“. Die Erinnerung des Kierspers setzte erst wieder ein, als die Polizei an die Scheibe seines Wagens klopfte.

Rausch im Wagen ausgeschlafen

Nach dem Anruf durch den Gastgeber hatten sich die Beamten nämlich auf die Suche nach dem 20-Jährigen begeben. An einer Tankstelle in Kierspe wurden sie fündig. Der Angeklagte schlief im Wagen seinen Rausch aus. Der Unfall auf dem Schweriner Weg ereignete sich gegen 2.30 Uhr. Eine Blutprobe um 7.02 Uhr ergab einen Promillewert von 2,28. Eine Zurückrechnung brachte die Beamten auf einen Wert zum Zeitpunkt des Unfalls von mehr als drei Promille.

Verminderte Schuldfähigkeit

Aufgrund dessen ging das Gericht von einer verminderten Schuldfähigkeit aus. Vorstrafen brachte der Mann nicht mit. Und so lautete das Urteil: 1200 Euro Geldstrafe und eine Sperre zur Wiedererlangung des Führerscheins – den der 20-Jährige bereits am 15. Oktober abgeben musste – von weiteren neun Monaten. Der Kiersper zeigte sich einverstanden mit der Entscheidung des Gerichts und ließ das Urteil rechtskräftig werden.

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