Intelligentes Konzept gefordert

Container bleiben Dauerthema

Altpapierentsorgung in Kierspe - Depotcontainer
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Stefan Kugel und Thorsten Blum haben sich über das solarbetriebene Containerüberwachungsmodul informiert, dass seit etwa drei Jahren in Bochum eingesetzt wird. Dies könnte auch in Kierspe eingeführt werden.

Das Thema „Papiercontainer“ wird die Ausschuss- und Ratsmitglieder in Kierspe wohl noch längere Zeit beschäftigen. Das ist sozusagen das Ergebnis der Beratungen im Ausschuss für Umwelt und Bauen, der in dieser Woche tagte, und bei dem ein Antrag der FWG auf Abschaffung der 24 Depotcontainer und Schaffung einer zentralen Sammelstelle am Bauhof auf der Tagesordnung stand.

Kierspe - „Wir können aber damit leben, dass unser Antrag abgelehnt wird“, verdeutlichte Peter Christian Schröder (FWG), dass es seiner Fraktion darum ging, sich über das System, dass es schon seit 40 Jahren gebe, Gedanken zu machen. Anlass dafür war die lauter werdende Kritik an oftmals überfüllten Papiercontainern und einer Vermüllung des direkten Umfeldes, was bereits zu einer Erhöhung des Leerungsintervalls an neuralgischen Standpunkten geführt hatte.

„Es muss etwas passieren!“

Die FWG – „Es muss etwas passieren!“ – hatte offensichtlich erreicht, dass man sich auch in den anderen Fraktionen intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt hatte. Hermann Reyher (Bündnis 90 /Die Grünen) glaubt zwar noch an eine Entspannung nach der Corona-Pandemie, gleichwohl wurde beispielsweise auch von Clemens Wieland (UWG) moniert, die alten Container seien zu klein und hätten zu kleine Einwurfschlitze. Andere kritisierten, dass Nutzer ihre Kartons nicht kleinschneiden würden, sodass sie letztlich oben hängen blieben – der Container wirkt voll, obwohl er tatsächlich im unteren Bereich noch leer ist.

Ebenso wurde erneut bemängelt, dass Gewerbetreibende ihre Kartonagen über die Depotcontainer entsorgten und auch an diesen ablagerten. „Ich habe schon entsprechende Aufkleber von Firmen an solchen Kartons gesehen“, meinte Peter Christian Schröder, um den Vorwurf zu bekräftigen. Stefan Kugel (SPD) stellte gar einen Antrag zur Sache und forderte die Einführung eines solarbetriebenen Containerüberwachungsmoduls, dass in Bochum seit drei Jahren eingesetzt werde.

Solarbetriebenes Überwachungsmodul

Das verfüge über einen GSM-Sender, welcher via Ultraschall beziehungsweise Vibration den Füllstand eines Containers erfasse und an einen zentralen Server sende. Dadurch könnten Entleerungsfahrten gezielt koordiniert und nur volle Container rechtzeitig geleert werden. Dies spare Kosten und CO2 ein. Außerdem könnte der Füllstand über eine Schnittstelle auf der Homepage der Stadt angezeigt werden – die Bürger würden dann wissen, welche Container noch freie Kapazitäten haben, könnten diese gezielt anfahren. Das schone die Nerven der Bürger spare Zeit und ebenfalls CO2 ein.

Zudem biete es die Möglichkeit einer Jahresauswertung, die wiederum aufzeige, welche Container stark und welche selten frequentiert würden – die selten frequentierten könnten dann beispielsweise abgeschafft werden – nach einer längeren Prüfungszeit. Letztlich zog Stefan Kugel den Antrag zurück. Es müsse erst geprüft werden, so kam von anderen Ausschussmitgliedern, ob der Anbieter der Container – die ja nur gemietet sind – mit dem Anbringen solch eines solarbetriebenen Moduls einverstanden ist.

Weiter reichender Antrag der UWG

Clemens Wieland (UWG) stellte einen weiter reichenden Antrag, mit dem auch Stefan Kugel einverstanden war: Die Verwaltung soll ein neues intelligentes Konzept für die Altpapierentsorgung entwickeln und dies nach innovativen Ansätzen, also auch solch eines Moduls, das den Füllstand anzeigt. Diesem Antrag folgten alle Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Bauen.

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