Das alte Kopfsteinpflaster muss entsorgt werden

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Zurzeit prüft der Gemeindeversicherungsverband, ob das alte Geländer an der Straße Hammerkamp noch verkehrssicher ist. ▪

KIERSPE ▪ Die Bauarbeiten am neuen Busbahnhof schreiten voran. Doch nicht alle Kiersper sind glücklich mit der Ausführung der Arbeiten. So möchten sie gerne ein altes Geländer, dass die Straße Hammerkamp zur Böschung hin sicherte, erhalten – genauso wie das alte Kopfsteinpflaster, das nach der Entfernung der Asphaltschicht auf der Bahnhofstraße zum Vorschein kam.

Im Bezug auf das Kopfsteinpflaster macht Karsten Seil, Leiter des Sachgebietes Tiefbau bei der Stadtverwaltung, den Anwohnern auch keine Hoffnung: „In dem Asphalt, der das Natursteinpflaster bedeckte, war Teer enthalten. Und auch der Boden, auf dem die Steine liegen, ist belastet. Durch die lange Liegezeit wurden so auch die Steine selbst kontaminiert. Uns bleibt nach dem Ergebnis der Bodenuntersuchungen leider nichts anderes übrig, als auch das Natursteinpflaster abzufahren.“ Unklar ist, ob auch das Kopfsteinpflaster hinter der Baustelle belastet ist. Dort wurden bislang keine Bodenproben entnommen. „Das werden wir auch erst dann tun, wenn dort Baubedarf entsteht“, so Seil.

Unklar ist noch, wie mit dem Geländer, dass die Straße Hammerkamp in Richtung des zu errichtenden Busbahnhofs sichert, verfahren werden soll. Wäre es nach den Verantwortlichen der Stadt gegangen, dann wäre das alte rostige Geländer, bestehend aus Röhren und senkrecht stehenden verrosteten Eisenbahnschienen, abgerissen und verschrottet worden. Doch auch dagegen regte sich der Widerstand von Anwohnern. Nun ist eine Untersuchung des Geländers auf Verkehrssicherheit beim Gemeindeversicherungsverband in Auftrag gegeben worden. Seil: „Das Ergebnis steht noch aus. Sollten die Fachleute zu der Einschätzung kommen, dass das Geländer nicht mehr sicher ist, wird es abgerissen und durch eine andere Art der Sicherung, vermutlich eine Leitplanke, ersetzt.“

Bereits vor Monaten hatten sich die gleichen Anwohner über die Fällung von Bäumen am Hangs zwischen der Baustelle und der Straße Hammerkamp beschwert. Sie vertreten die Ansicht, dass nur ein geringer Teil der Bäume erkrankt gewesen und auch nur von wenigen anderen eine Gefahr aufgrund der Neigung ausgegangen sei. Da diese Anwohner in der Abholzaktion einen Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz sehen, haben sie Beschwerde bei der Bezirksregierung eingelegt. Diese hat von der Stadt mittlerweile eine Stellungnahme gefordert, die auch erfolgt ist. „Wir haben aber noch nichts aus Arnsberg gehört“, so der Sachgebietsleiter.

Ansonsten sieht er die Baustelle auf einem guten Weg. Mittlerweile wurde der Kanal in der Straße Hammerkamp verlegt und auch die Trassenführung der Gashochdruckleitung wurde so verändert, dass nun mit dem Bau der Stützmauer zwischen dem neuen Busbahnhof und der Straße Hammerkamp begonnen werden kann. ▪ Johannes Becker

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