Beleidigung: 3.000 Euro Geldstrafe

Kierspe/Meinerzhagen - Eigentlich hätte es eine gemütliche Familienfeier zum 50. Geburtstag werden sollen. Doch reichlich Wodka hatte der Party in Kierspe ein Ende mit Polizeieinsatz beschert.

Im Amtsgericht Meinerzhagen wurde das Geschehen gestern aufgeklärt. Auf der Anklagebank musste sich der Sohn des Geburtstagskindes wegen Beleidigung verantworten. Urteil: 3.000 Euro Geldstrafe.

Während sich der 26-Jährige aufgrund seiner Alkoholisierung offenbar an nichts mehr erinnern konnte, wird seine Mutter den Tag wohl nicht so schnell vergessen. Zunächst sei alles friedlich gewesen, so die Frau im Zeugenstand. Es seien reichlich Wodka und Whisky geflossen. Irgendwann habe der Angeklagte beschlossen, mit dem Auto nach Hause zu fahren. 

„Wir haben ihm den Schlüssel nicht gegeben, da wurde er sauer“, erklärte die Mutter. Er habe geschrien und randaliert. Schließlich habe sie sich nicht anders zu helfen gewusst und die Polizei gerufen. Über das Erscheinen der Beamten sei der Angeklagte gar nicht erfreut gewesen.

Mit „was wollt ihr Hurensöhne denn hier“, hatte er die Polizisten begrüßt. Eine Beamtin gab an, der Angeklagte sei sehr aggressiv gewesen. Beim Eintreffen hätten sie eine beschädigte Zimmertür und Blutspritzer (vom Angeklagten) vorgefunden. Der 26-Jährige habe sie und ihren Kollegen beschimpft, sei kurz nach draußen gegangen und danach den Polizisten zugerufen: „Scheiß Bullen, verpisst Euch.“ 

Aufgrund der Aggression des Mannes sei eine Überprüfung des Alkoholgehalts im Körper nicht möglich gewesen. Auf eindringliche Bitte der Familie hin nahmen die Polizisten den Täter nicht mit. Der 26-Jährige beruhigte sich und wurde von Freunden nach Hause gebracht.

Nur, wenn er Alkohol trinke, sei er so, gab der Kiersper an. Deshalb habe er mittlerweile auch den Freundeskreis gewechselt und mit dem Trinken aufgehört. „Ich kann mich nur zutiefst entschuldigen. Ich bitte, das als Ausrutscher zu werten“, wandte sich der Angeklagte an den Richter. Angesichts des Vorstrafenregisters - fünf Eintragungen, davon drei Fälle wegen Beleidigung - des 26-Jährigen nur schwer möglich. Mit dem Urteil von 3.000 Euro Geldstrafe war der Produktionshelfer mit einem Nettoverdienst von etwa 1.000 Euro einverstanden und ließ es rechtskräftig werden.

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