Versicherer bearbeitet fast 350 Hagelschäden

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Frank Schmidt ist mit zwei anderen Kraftfahrzeugsachverständigen im Rahmen einer Hagelschadenaktion der LVM zehn Tage lang im Autohaus Knabe und begutachtet pro Tag 45 Autos. Michael Knabe hat seine Firma gerne für die Aktion zur Verfügung gestellt. ▪

KIERSPE ▪ Das Unwetter vor zwei Wochen verursachte nicht nur durch den Sturm extrem schwere Schäden, sondern ebenfalls durch die mehrere Zentimeter dicken Hagelkörner. Carportdächer wurden durchlöchert, sogar Fensterscheiben gingen zu Bruch und Autos waren schier von Beulen übersät.

Die Schäden besonders im Kraftfahrzeugbereich waren so zahlreich, dass die Versicherer konzertierte Hagelschadenaktionen durchführen. So ist die LVM für den heimischen Raum im Autohaus Knabe und wickelt dort beinahe 350 Schadensfälle aus dem Bereich der Städte Kierspe, Meinerzhagen und Halver ab.

Dies geschieht schnell und so unbürokratisch wie möglich für die Kunden, wie der LVM-Kraftfahrzeugsachverständige Frank Schmidt informiert. Teilweise erhalten die Betroffenen sofort einen Scheck oder können ihren Schaden vor Ort direkt reparieren lassen und dann die Rechnung einreichen. Dafür ist zudem Beulendoktor Andreas Eifrig aus Wipperfürth mit einem weiteren Techniker in der Werkstatt. Er war einer der ersten in Deutschland, der diese kostengünstige Reparaturmethode, bei der mit speziellen Klebepads und Drückgerät die Beulen einfach herausgezogen oder -massiert werden. Dies passiert ganz ohne Schleifen und Lackieren. Dafür ist allerdings viel Fingerspitzengefühl und Erfahrung erforderlich. „Ich machen den Job schon seit 13 Jahren“, berichtet der Fachmann.

Geplant wurde die Hagelschadenaktion gemeinsam von den Kiersper LVM-Versicherungsbüros Schoppmann und Reininghaus. Wie Frank Schmidt informiert, liegen die bearbeiteten Hagelschäden im heimischen Raum bei zwischen etwa 500 Euro und sogar Totalschaden. „Es gibt Dächer mit 200 Einschlägen und mehreren 100 am Rest des Fahrzeugs“, macht er aufmerksam. Schmidt, der aus Lüdenscheid kommt, arbeitet nicht allein im Autohaus, das Unternehmenschef Michael Knabe gerne für diese Aktion zur Verfügung gestellt hat, sondern mit ihm außerdem die Kraftfahrzeugsachverständigen Jan-Ulrich Harms aus Bad Wildungen und Frank Mederich aus Aßlar, die ebenfalls zum Technikerteam der LVM gehören. Ergänzend hat der Versicherer noch Hilke Meißenbrock von der Schadensabwicklung vor Ort, die jeden Fall gleich bearbeitet. Die Aktion läuft vom 1. bis 10. Juli.

„Wir schaffen pro Tag etwa 45 Fahrzeuge mit den drei Mitarbeitern“, führt Frank Schmidt aus, der weiter informiert, dass die Schäden im heimischen Raum mittelgradig waren, während sie im Hagener Raum durch die bis zu tennisballgroßen Hagelkörner noch deutlich massiver ausfielen. Dort wurden mehr als 1000 Schäden registriert. Der Versicherer führt Hagelschadenaktionen wie diese bereits seit rund 20 Jahren durch, erinnert Schmidt.

Rolf Haase

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