Sommerleseclub der Stadtbibliothek beginnt

Bibliotheksleiterin Sabine Köhnke (links) und Rita Kimmel von der Sparkasse freuen sich auf den Start des Sommerleseclubs. Foto: Meyer

Kierspe - Die Sommerferien stehen vor der Tür. Die Zeugnisse werden verteilt. Der Kopf ist nun frei für andere Dinge – fürs Lesen beispielsweise. Auch in diesem Jahr findet in der Stadtbibliothek der Sommerlese- und der Juniorleseclub statt. Vom Krimi, über Science-Fiction bis Liebesgeschichten: Das Angebot für junge Leseratten ist groß.

Der Sommerleseclub (SLC) ist ein Lese-Projekt des Kultursekretariats NRW Gütersloh für Kinder und Jugendliche ab der fünften Klasse. In diesem Jahr findet er unter dem Motto „Wir verschlingen Bücher“ statt. Insgesamt 144 Bibliotheken in ganz Deutschland nehmen an der Aktion teil. Seit 2008 ist auch die Stadtbibliothek Kierspe dabei. Für die Leiterin der Bücherei Sabine Köhnke war es nicht immer einfach, genügend guten Lesestoff für die Teilnehmer zusammen zu bekommen: „Das Geld ist überall knapp. Deshalb sind wir froh, dass wir mit der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen einen guten Sponsor für die Lese-Aktion gewinnen konnten.“ Mit 500 Euro unterstützte die Bank Köhnke bei der Beschaffung neuer Bücher. Dabei handelt es sich um 51 Neuerscheinungen, die speziell für das Teilnehmeralter ausgesucht wurden.

Der Club soll außerschulisch die Lese- und Schreibkompetenz der Schüler stärken. „Lesen bildet, Lesen macht Spaß, wir unterstützen gerne eine vernünftige Freizeitgestaltung und das Bildungsniveau“, erklärt Rita Kimmel von der Marketingabteilung der Sparkasse das Engagement des Geldinstitutes. Mit einer relativ geringen Summe kann man viel bewirken – die Resonanz der Leseaktion spricht für sich. 30 bis 40 Schüler nehmen laut der Bibliotheksleiterin im Durchschnitt teil. „Momentan ist es noch etwas ruhig. Doch das legt sich“, so Köhnke. Am 24. Juni konnten sich die Kinder für die Aktion anmelden. Doch auch jetzt werden noch Teilnehmer angenommen.

So funktioniert der Leseclub: Ab dem ersten Ferientag haben die Schüler der fünften bis zehnten Klassen zwei Wochen Zeit, um drei Bücher aus einem gesonderten Regal in der Bücherei zu lesen. Es dürfe auch gerne mehr gelesen werden, darauf weißt die Büchereileiterin hin. „Wir hatten auch schon Schüler, die 20 Romane gelesen haben.“ Jeder Clubteilnehmer erhält bei der ersten Ausleihe ein Leseheft, in dem er die Bücher mit Schulnoten bewerten kann. Für jedes gelesene Werk gibt es einen Stempel – das volle Heft kann dann am 23. August in der Stadtbücherei abgegeben werden. Dafür erhält jeder Leser eine Urkunde. Gesamtschüler können mit diesem Nachweis anschließend zu ihren Deutschlehrern gehen, die dann auf dem nächsten Zeugnis einen Vermerk über „besondere Leistungen“ eintragen können.

Damit die jüngeren Leseratten nicht zu kurz kommen, findet auch in 2014 wieder der Juniorleseclub statt. Schüler der ersten bis vierten Klassen können im Rahmen des Leseclubs in vier Wochen ebenfalls drei Bücher lesen. Dafür gibt es eine Urkunde und ein kleines Präsent. „Man kann die Kinder nicht früh genug fürs Lesen begeistern“, meint Rita Kimmel. Bleibt nur zu hoffen, dass der Sommer nicht zu heiß wird. „Erfahrungsgemäß ist es dann ruhiger“, weiß Sabine Köhnke.

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