Ob Kleider- oder Blutspende: DRK hat mit vielen Herausforderungen zu kämpfen

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Vielfach sieht es an den Altkleidercontainern derzeit so aus.

Kierspe – Die Corona-Pandemie sorgt auch beim Kiersper Ortsverein des Roten Kreuzes und beim Blutspendedienst West für besondere Maßnahmen und dies bereits am kommenden Freitag, 8. Mai, wenn in der Zeit von 11 bis 19 Uhr im DRK-Heim am Heideweg wieder ein Blutspendetermin stattfindet.

Die Verantwortlichen haben sich viele Gedanken gemacht, wie es für alle sicher gestaltet und die Abstandsregeln eingehalten werden können und trotzdem viele zum Blutspenden kommen. Das DRK bezieht seine neue Garage in den Spendenablauf ein. Dort finden Anmeldung, Voruntersuchungen und weiteres statt. Dies sei auch eine Möglichkeit, sich die Garage anzusehen, da die Einweihung bekanntlich abgesagt werden musste. Auch bei der Spende und der sich anschließenden Ruhepause sei ein entsprechender Abstand der Liegen sichergestellt. Den Imbiss in der gewohnten Form kann und darf das DRK diesmal nicht ermöglichen, denn es gibt ein Verbot von Gemeinschaftsverpflegungen.

„Wir hoffen, trotz dieser Umstände viele von euch zum Blutspendetermin zu begrüßen und freuen uns, diese Gelegenheit zu nutzen, um ein paar bekannte Gesichter – auf Abstand – zu sehen“, sagt DRK-Helfer Alexander Kalcher, der gleichzeitig darauf hinweist, dass die Räume in Rönsahl, wo normalerweise eine Woche später ein Blutspendetermin stattfindet, nicht geeignet sind, um die Abstandsregeln einzuhalten. Dort findet diesmal keine Blutspende statt. Man hofft aber, dass auch viele Rönsahler am kommenden Freitag den Weg zum DRK-Heim am Heideweg 3 finden werden, um ihren lebensrettenden „Saft“ zur Verfügung zu stellen. 

Dadurch, dass die Blutspender Zugang zum DRK-Heim durch die neue Garage erhalten, erklärt DRK-Geschäftsführer Volker Vollmann, sei die alte frei und biete die Möglichkeit, Altkleiderspenden aufzunehmen. Aus diesem Grund und mit Blick auf eine Reihe von überfüllten Container – von denen offensichtlich derzeit einige nicht geleert werden – bietet das Kiersper DRK die Möglichkeit, den Besuch der Blutspende mit der Abgabe einer Altkleiderspende zu verbinden. „Derzeit erhalten wir verstärkt Altkleiderspenden“, erklärt Vollmann, „zum einen sicher, da viele die freie Zeit zum Aufräumen genutzt haben, aber auch, da einige gewerbliche Abnehmer in Kierspe ihre Container mit Flatterband abgesperrt haben oder einfach nicht mehr entsorgen, da die Lager voll sind“. 

Es sei aber eine ganz schlechte Lösung, die Säcke dann einfach vor vollen Containern abzustellen. Denn so würde aus einer guten Sache eine teure für das DRK gemacht. Denn der Inhalt dieser Säcke könne zum Großteil nicht mehr verwertet werden, da sie witterungsbedingt nass und verschmutzt seien. Auch die Fehleinwürfe, wie zum Beispiel Tapetenreste, Spielzeug oder Küchenbedarf bereiteten Probleme, da diese ebenfalls nicht verwertet, sondern teuer entsorgt werden müssten. „Wir bitten daher die Bevölkerung, falls der Container gefüllt sein sollte, entweder einen anderen von den 17 DRK-Containern im Stadtgebiet aufzusuchen – eine Liste ist im Internet unter www.drk-kierspe.de zu finden – oder bis zur nächsten Leerung abzuwarten“, bittet Vollmann. Die Erlöse aus den Altkleidern seien ein wichtiges Standbein zur Finanzierung der „Helfer-vor-Ort“, den das DRK ehrenamtlich und ausschließlich spendenfinanziert zum Wohle der Bevölkerung durchführe.

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