Mit acht Sattelzügen von Kierspe nach Tschechien

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IAC-Tooling-Manager Wolfgang Albers (von rechts) und Optitek-Geschäftsführer Hermann Geers stehen mit einigen Mitarbeitern vor der neuen Anlage, die Bauteile für die Automobilindustrie fertigen soll.

Kierspe - Mit einem Auftragsvolumen von rund zwei Millionen Euro produzierte die Firma Optitek eine Schäumanlage für einen internationalen Automobilzulieferer.

"Mit diesem Auftrag hat die Firma Optitek endgültig den Aufstieg in die erste Liga im Sondermaschinenbau geschafft!“ Wolfgang Albers, Tooling-Manager der International Automotive Components Group (IAC), zeigte sich am Montag beeindruckt, als er nach einer Bauzeit von sechs Monaten und einem Auftragsvolumen von rund zwei Millionen Euro eine Anlage zum Hinterschäumen der Stirnwände neuer Baureihen der Automarken Mercedes-Benz und BMW offiziell übernehmen konnte.

Der bisher größte Auftrag

„Für uns ist das bisher der größte Auftrag und natürlich etwas Besonderes“, sagte Optitek-Geschäftsführer Hermann Geers. Seit 2007 stellt die Firma Sondermaschinen, speziell aus dem Bereich der Polyurethantechnik, in den Produktionshallen an der Friedrich-Ebert-Straße her und konnte vor allem im vergangenen Jahr aufgrund einer guten Auftragslage die Mitarbeiterzahl auf mittlerweile 24 ausbauen. In einer dieser Hallen steht auch (noch) die Anlage für Automobilzulieferer IAC.

Gewicht von 110 Tonnen

Mit einer Gesamtlänge von 24 Metern, einer Höhe von 7,5 Metern, einem Gewicht von 110 Tonnen und der Arbeitsmöglichkeit auf zwei Ebenen können künftig binnen nur 160 Sekunden jeweils zwei Bauteile völlig autark voneinander entstehen. Dies wird aber nicht in Kierspe, sondern im tschechischen Prestice, wo IAC ein großes Werk betreibt, passieren.

Demontage startet am Dienstag

„Wir beginnen am Dienstag direkt mit der Demontage“, sagte Geers. Die Anlage soll in mehrere größere Elemente zerlegt werden, die im Anschluss mit insgesamt acht Sattelzügen nach Prestice gebracht werden. „Wir werden ungefähr zwei Wochen für den Abbau brauchen. Der erste Schwertransport soll sich am 29. Juni auf den Weg nach Tschechien machen“, so Geers. Dort hofft Wolfgang Albers die Anlage noch im August in Betrieb nehmen zu können. „Die Bauteile werden benötigt, die Aufträge liegen uns bereits vor“, sagte Albers. Deshalb werden einige Optitek-Mitarbeiter in Kürze nach Prestice reisen, um „ihre“ Anlage dort selbst wieder aufzubauen, die Programmierung zu übernehmen und das Projekt bis zum störungsfreien Ablauf zu begleiten.

Folgeauftrag könnte schon in Kürze winken

Bei der aktuellen Marktlage könne es laut Albers übrigens sein, dass Optitek sich in Kürze bereits über einen weiteren Großauftrag freuen kann. „Entschieden ist noch nichts. Aber es ist möglich, dass wir eine Erweiterung dieser Anlage vornehmen müssen oder sogar eine zweite Anlage in diesen Dimensionen benötigen“, erklärte Albers am Montag. Liefe alles optimal, könne der Auftrag vielleicht noch in diesem Jahr erteilt werden. Die Firma Optitek stände in jedem Fall für einen Folgeauftrag bereit. „Zwei Projekte dieser Größenordnung in solch kurzen Zeitabständen übernehmen zu dürfen, wäre natürlich eine großartige Sache für uns“, sagte Geschäftsführer Hermann Geers.

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