Abwechslungsreiche Wochen in Kierspe

Montagmorgen stand für die Besucher aus Wischgorod eine Besichtigung der Attahöhle in Attendorn auf dem Programm.

KIERSPE ▪ Am Freitag endet der Besuch der Kinder aus Wischgorod in Kierspe. Fast drei Wochen waren sie im Sauerland zu Besuch. Langweilig dürfte es den 44 Mädchen und Jungen nicht geworden sein.

Viel haben sich die Mitglieder des Vereins „Kinder von Tschernobyl“ einfallen lassen, damit es immer spannend war. Am Sonntag waren sie mit ihren Gasteltern zu Gast in der Freien evangelischen Gemeinde. Dort haben sie sich der Gemeinde vorgestellt. Sie nannten ihren Namen und ihr Alter. Auch wurden sie von Stefan Rittinghaus von der Freien evangelischen Gemeinde interviewt und danach gefragt, was ihnen hier besonders gut gefallen hat. Einem Mädchen hatte das Töpfern gut gefallen, während andere alles schön fanden.

„Danke“, „gut“, „ja“ oder „Essen“ das waren Vokabeln, die sie in den vergangenen Tagen gelernt hatten. Sie erzählten von ihren Ausflügen zum Wienhagener Turm, ihrem Besuch beim Frisör, alles übersetzt von der Dolmetscherin Valentina. Auch ein Gastelternpaar kam zu Wort. Hildegard und Achim Holz erzählten von ihren Beweggründen, Kinder bei sich aufzunehmen. „Wir wollen diese Kinder aus ihrem Alltag herausholen und ihnen einmal etwas anderes bieten“, berichteten sie. „Wir besuchten mit unserem Gastkind das Freilichtmuseum in Hagen, die Burg Altena und auch den Zoo.“

Eine Überraschung hatten sich die Mädchen und Jungen für ihre Gastfamilien und die Besucher des Gottesdienstes einfallen lassen. Sie sangen das Lied „Liebeskorn“. In ihm beschrieben sie, dass die Liebe wie ein Korn aufgehen und wachsen kann. Unterstrichen haben sie die Aufführung mit erklärenden Bewegungen.

Damit war für die Kinder das Sonntagsprogramm aber noch nicht erledigt. Nachmittags stand ein Besuch auf dem Motoballplatz an. Dort durften sie sich ein Spiel ansehen und wurden danach von den Motoballern eingeladen, die sie bewirteten. Am Montagmorgen konnten sie nicht lange ausschlafen. Sie waren bereits für zehn Uhr in Attendorn zu einer Führung durch die Attahöhle angemeldet.

Eine gute Stunde gingen sie durch die Wunderwelt von Stalaktiten und Stalakmiten. Die Tropfsteinhöhle gilt als eine der schönsten und größten Deutschlands und beeindruckte die Kinder sehr. Nach ihrer Besichtigung versammelten sie sich noch zu einem Erinnerungsfoto vor dem Wasserfall vor der Höhle, denn in der Höhle selbst durfte nicht fotografiert werden. ▪ GeG

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