Abschnitt der Volmestraße soll komplett erneuert werden

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Die Volmestraße ist stellenweise marode: Daher will der Landesbetrieb „Straßen.NRW“ den B54-Abschnitt zwischen In der Grüne bis zum Bahnübergang Bollwerk beidseitig komplett erneuern.

Kierspe - Tiefe Risse und große Krater: Die Volmestraße B54 ist stellenweise marode. Daher wird der Landesbetrieb „Straßen.NRW“ noch in diesem Jahr den Abschnitt zwischen In der Grüne bis zum Bahnübergang Bollwerk beidseitig komplett erneuern. Dazu sind zwei Vollsperrungen nötig.

Von Matthias Clever

„Die zwei obersten Schichten werden abgefräst“, sagt Michael Overmeyer, Pressesprecher von „Straßen.NRW“, auf Anfrage. Der Bau soll in den kommenden Wochen beginnen. Ziel ist es, vor Einbruch des Winters die Baumaßnahme durchgeführt zu haben.

Auf eine Länge von rund einem Kilometer sollen die Deckschichten ausgetauscht werden. Ob es tatsächlich bei zwei Schichten bleibt, wird noch eine Untersuchung des Untergrundes zeigen – an mehreren Stellen sind Kreise angezeichnet, an denen Bohrkerne gezogen werden sollen. Im Oktober soll die Submission – also die Ausschreibung des Auftrags – erfolgen. Die reine Bauzeit veranschlagt „Straßen.NRW“ derzeit mit 14 Tagen. In dieser Zeit wird es zwei Vollsperrungen geben. „Wir wollen diese auf das Minimum reduzieren“, äußert sich Michael Overmeyer. Geplant sei, einmal samstags von 6 bis 20 Uhr und an einem anderen Wochenende von Freitag 18 bis Montag 5 Uhr zu sperren. Dadurch will der Landesbetrieb verhindert, dass es zu größeren Verkehrsbehinderungen kommt. Darüber hinaus komme es aber zu einseitigen Sperrungen.

Die derzeitigen Vermessungen durch den Landesbetrieb finden aber auch aus einem anderen Grund statt: „Straßen.NRW“ überlegt, auf eine Länge von 400 Metern einen Radweg neben der Bundesstraße zu bauen.

Vermessungen für einen Radweg

Daher misst der Vermessungstechniker Klaus Schiebler zusammen mit einem Kollegen die Abstände zwischen der Straße und den privaten Grundstücken aus. So soll herausgefunden werden, ob die Fläche, die dem Landesbetrieb gehört, ausreicht, oder ob Streifen angekauft werden müssen. Aufgrund der Tallage kann das Vermesserteam nur bedingt mit GPS arbeiten. Daher ist Handarbeit angesagt. Mit Hilfe von Landkarten, auf denen die Grenzsteine eingetragen sind, und des elektronischen Tachymeters – einem Instrument zur geodätischen Schnellmessung, das neben Vertikal- und Horizontalwinkeln auch Entfernungen misst – werden die Grenzen ermittelt. Teilweise müssen die Steine ausgegraben werden, da diese im Laufe der Zeit zugewuchert sind.

Ob der Radweg tatsächlich gebaut wird, steht laut Overmeyer allerdings noch nicht fest. Derzeit werden die Rahmendaten abgeklopft.

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