Abschlusskonzert in St. Josef

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Nicht sehr groß ist die Sängervereinigung Vorth-Grünenbaum, doch ihr Gesang kann sich hören lassen. ▪

KIERSPE ▪ Es war das dritte Konzert in diesem Dezember in der Kirche St. Josef und es war zugleich auch das Abschlusskonzert im Festjahr zur Weihe der Kirche vor 50 Jahren. Was an diesem späten Nachmittag zu hören war ließ keine Wünsche offen. „Wir haben heute Nachmittag Chormusik auf sehr hohem Niveau gehört, die dazu noch für Gänsehaut sorgte“, so brachte es der Gemeinderatsvorsitzende Ulrich Jatzkowski bei seinem Dank an die Chöre auf den Punkt.

Es war ein weihnachtliches Gemeinschaftskonzert, welches am vierten Advent in St. Josef zu hören war. Der Singekreis der Gemeinde unter der Leitung von Maria Hartel war beteiligt, als Flötenkinder Karina Kurzawski und Lea Neugebauer, Stefan Leiwitz an der Orgel, die Sängervereinigung Vorth-Grünenbaum unter der Leitung von Chordirektor Ingo Reich und das Vokalensemble Vivendi, alle gaben am Sonntagnachmittag ihr Bestes.

Der 16-jährige Stefan Lellwitz spielte beeindruckend zwei Präludien von Johann Sebastian Bach auf der Orgel, während die Flötenkinder Karina Kurzawski und Lea Neugebauer mit Unterstützung von Petra Kurzawski erstaunlich sicher ihren Part spielten, bei dem auch „Ihr Kinderlein kommet“ zu hören war.

Der Singekreis St. Josef überraschte auch bei diesem Auftritt wieder mit einer gelungenen Mischung aus traditionellem aber auch modernem Liedgut. Hier zeigte sich wieder das sichere und auch experimentierfreudige Händchen der Chorleiterin Maria Hartel. Ihre Liedauswahl wirkte wie eine frische Brise unter den sonst zu hörenden Weihnachtsliedern. Bei „God of Grace“, in dem viele englische Weihnachtslieder Eingang fanden, war es in der Kirche so still, dass eine fallende Stecknadel zu hören gewesen wäre. Einfach, klar und berührend intonierte der Frauenchor seine Lieder und sprach die Herzen der Besucher an.

Nicht besonders groß ist die Anzahl der Sänger der Sängervereinigung Vorth-Grünenbaum, hören lassen können sie sich dennoch. Sauber, einfühlsam und ergreifend war auch ihr Gesang. Ob bei „Fröhliche Weihnacht überall“ oder dem „Trommellied“, ihre männlichen Stimmen nahmen den Kirchenraum für sich ein und zauberten weihnachtliche Gefühle herbei.

Das Vokalensemble Vivendi erstaunte die Besucher auch bei diesem Konzert. Nur sechs Sängerinnen und Sänger, dennoch war die Gruppe erstaunlich präsent. Ihre kräftigen und aussagestarken Stimmen ließen manchmal die Vision aufblitzen, dass es eine kleine Gruppe von Solisten ist, die gerade auftritt. Auch sie genossen große Aufmerksamkeit im Publikum.

Alles in allem trafen die Chöre mit ihrer Musikauswahl an diesem vierten Advent genau den Nerv der 170 Konzertbesucher. Was die Leistungen der Chöre anging, so hatte der Zuhörer den Eindruck, dass sie an diesem Nachmittag über sich selbst hinausgewachsen sind. So gut und auch berührend waren sie bislang nicht wahrgenommen worden, was zum einen an ihren Leistungen gelegen haben wird aber zum anderen auch an der wunderbaren Akustik, die der Kirche St. Josef.

Von Gertrud Goldbach

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