Abschied von der Disco Revolution mit letzter Party

Gemütlich ging es im Revolution am Freitagabend im hinteren Bereich der Discothek zu, wo es viele Sitzgelegenheiten gab.

KIERSPE - „Revolution closing“ hieß es am Freitagabend nach drei Jahren für das Team der Diskothek Revolution, aber auch für die Gäste. „Es rentiert sich nicht mehr“, war die Aussage von Pächter Ralf Nesch. „Es kamen zu den einzelnen Abenden zu wenige Gäste.“

Von Gertrud Goldbach

Mit Wehmut schauten die Angestellten des Revolution auf das Lokal und ihre Gäste. Jenny Ollerdis und Ingo Adamek waren für die Organisation der Abende verantwortlich, Jenny Ollerdis seit April diesen Jahres und Ingo Adamek schon zu Zeiten des Rokkoko. Etwas einfallen lassen hatten sich die beiden in den letzten drei Jahren schon: So luden sie zu Jamsessions ein, zu Themenpartys wie „Ladys Inn Revival Party“, „Darks-Night“, Schlagerpartys sowie zu Heilig Abend oder auch Silvester. „Das Publikum bei uns war gemischt“, berichtete Jenny Ollerdis. „Zu Abitur-Feten kam eher jüngeres Publikum und zu den Ladys Inn Partys eher älteres, je nachdem, welche Altersklasse gerade angesprochen war.“ Geöffnet hatte das Revolution regelmäßig am Freitag und am Samstag. Damit es sich für den Pächter rechnete, brauchte er durchschnittlich 200 bis 300 Besucher, die jedoch nicht immer zusammenkamen.

Der Freitagabend mit „Revolution Closing“ wurde jedoch gut angenommen. Alle kleinen Cocktails kosteten nur einen Euro, Softdrinks 1,50 Euro, 5er-Gruppen bekamen fünf Freigetränke und Desperados, ein Bier mit Tequilageschmack, war für nur 2,50 Euro zu haben. Das Publikum war an diesem Abend eher jünger, viele im Alter zwischen 16 und 18 Jahren. Während die meisten an diesem Abend Abschied nahmen, gab es auch einige, die am Freitagabend zum ersten Mal dabei waren. Erstaunlich früh, so gegen 23 Uhr, war das Revolution schon gut besucht und die Gäste hielten sich verteilt in den verschiedenen Bereichen auf. Während die ersten im rauchfreien Eingangsbereich mit Theke waren, wurde die Luft im hinteren Teil dicker. Hier waren auch die Tanzflächen, eine weitere Theke und Sitzgruppen für die, die nicht den ganzen Abend stehen wollten.

Die letzte Veranstaltung war es am Freitagabend nicht, denn für Samstag war noch ein Karaokeabend geplant und für den 30. Dezember ist noch ein Dark-Abend angesetzt, in dem quer durch die schwarze Szene gefeiert wird.

Was dann 2014 mit dem Revolution geschehen wird, steht noch nicht endgültig fest. Da laufen offenbar noch Gespräche - aber es gibt tatsächlich Überlegungen. Gerüchte flüstern, dass es unter neuer Leitung fortgesetzt wird, doch dies sind bislang eben nur Gerüchte und noch nichts Konkretes. „Falls das Revolution doch fortgeführt wird, wird es auch bekannt gegeben werden“, das versicherte Ingo Adamek, der ebenfalls noch nichts Näheres sagen konnte.

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